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Geblähter Bauch
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Ursache meist die Ernährung

Im Darm des Menschen entstehen beim Verdauungsprozess natürlicherweise Gase. Das kann ­Beschwerden verursachen, gegen die verschiedene Medikamente für die Selbst­medikation helfen. Zusammen mit einer Änderung der Ernährungsweise und mehr Bewegung lässt sich das Problem oft lösen. Bei sehr starken Blähungen ist eine ärztliche Abklärung der möglichen Ursache empfehlenswert.
AutorKontaktAnnette Immel-Sehr
Datum 12.02.2019  15:48 Uhr

Ungemach im Babybauch

Menschen machen meist schon am Anfang des Lebens erstmals Erfahrungen mit Blähungen. Denn viele Säuglinge leiden in den ersten drei Lebensmonaten darunter. Die genauen Ursachen der so genannten Dreimonatskolik sind nicht geklärt – vermutlich kommen meist mehrere zusammen. Dies können ein noch nicht ausreichend funktionierendes Verdauungssystem sein und zu starke oder zu schwache Darmbewegungen. Auch das Essverhalten scheint einen Einfluss zu haben. Wenn der Säugling sehr schnell trinkt und dabei Luft verschluckt ohne zwischendurch aufzustoßen, führt dies unweigerlich zu Blähungen. Auch beim Schreien schlucken Babys Luft.

Charakteristisch ist, dass das Baby die Beine anzieht und der Bauch aufgebläht erscheint. Da das Kind Schmerzen hat, schreit es oft ausdauernd und heftig. Meist steckt keine Erkrankung dahinter und die Beschwerden verschwinden mit der Zeit von selbst. Bis dahin können Dimeticon- und Simeticon-Tropfen oder Fenchel-Kümmel-Tee Linderung schaffen. Darüber hinaus erleichtert eine Bauchmassage mit warmen Händen den Abgang der Blähungen. Die Hände bewegen sich dabei kreisförmig im Uhrzeigersinn von außen nach innen und schließlich wieder von innen nach außen um den Nabel herum. Auch eine nicht zu heiße Wärmeauflage auf dem Bauch (zum Beispiel ein Kirschkernsäckchen) entspannt. Manchen Kindern hilft es, wenn sie bäuchlings im »Fliegergriff« auf dem Unterarm herumgetragen werden.

Ein allgemeingültiger Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise der Mutter und dem Auftreten von ­Blähungen beim gestillten Säugling ist nicht belegt. Dennoch sollte die stillende Mutter beobachten, ob der Verzehr bestimmter Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Knoblauch oder Zwiebeln beim Kind Probleme verursacht und sie dann gegebenenfalls weglassen.

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