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»Watch out (at the beach)«
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UV-Warnsystem an vielen Stränden und Orten

Das UV-Warnsystem »Watch out« wird von den Küstenregionen auf Oberbayern ausgeweitet, berichtet die Deutsche Krebshilfe. Das Ziel: Menschen vor Hautkrebs schützen.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 02.07.2024  13:45 Uhr

Rund 336.000 Menschen erkranken laut Deutscher Krebshilfe jährlich an einem Hauttumor, 45.000 davon an einem malignen Melanom, einer gefährlichen Krebsart, die schnell Metastasen bildet. Der größte Risikofaktor: Hautschäden durch UV-Strahlen. Wenn sich die Haut rötet, brennt und juckt, also ein Sonnenbrand entsteht, ist es schon zu spät – der Schaden ist da und kann langfristig zu Krebs führen. 

»Leider verfügt der Mensch über kein Sinnesorgan, um UV-Strahlen wahrzunehmen«, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), die das Projekt »Watch out« gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe initiiert hat. »Insbesondere am Wasser und in den Bergen wird die Intensität der ultravioletten Strahlen stark unterschätzt«, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Denn durch reflektierende Wasseroberflächen und zunehmende Höhenmeter steigt auch die Intensität der UV-Strahlung.

Hier setzt das UV-Warnsystem an, das Menschen an exponierten Orten auf den UV-Index aufmerksam macht, zum Beispiel am Strand oder beim Outdoor-Sport. Erkennungssymbol ist ein flirrend bunter Sonnenkranz auf pechschwarzem Grund.  Warntafeln im »Watch out«-Design informieren über den UV-Index. Die international gültige Farbskala mit Werten von 1 (schwach) bis 11+ (extrem) dient zur Einschätzung der UV-Bestrahlungsstärke. Den einzelnen Werten sind bestimmte Schutzempfehlungen zugeordnet. Schatten, schützende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme gehören dazu. Über einen QR-Code können sich die Nutzerinnen und Nutzer außerdem auf dem Smartphone über den tagesaktuellen UV-Index informieren.

UV-Index sollte bekannter werden

Betreut wird das Präventionsprojekt überwiegend von Ortsgruppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die insgesamt für mehr als 90 UV-Index-Tafeln zuständig sind. Mit Expertise unterstützen der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die den UV-Index für Deutschland tagesaktuell ermitteln und veröffentlichen. »Der UV-Index ist eindeutig definiert und eine verlässliche Größe für den richtigen Sonnenschutz«, erläutert Dr. Inge Paulini, Präsidentin des BfS. »Viele Menschen informieren sich täglich über die Temperatur- und Niederschlagswahrscheinlichkeit. So eine Routine wünschen wir uns auch für den UV-Index.«

»Wenn die steigende Zahl stationärer Hautkrebsbehandlungen in Deutschland langfristig sinken soll, brauchen wir ein klares Umdenken. Nur durch ein breites Netzwerk kann es uns gelingen, Menschen zu einem achtsamen Sonnenverhalten zu motivieren«, so Nettekoven. »Der Dank der Deutschen Krebshilfe gilt daher allen, die sich an unserem Projekt beteiligen.«

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