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Stillstand oft Rückschritt
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Veränderungen in der Apotheke

Auch in Apotheken laufen Mitarbeiter und Vorgesetzte leicht in die Falle des Prinzips »Haben wir schon immer so gemacht«. Veränderungen lösen oft Skepsis aus. Doch alles beim Alten zu lassen, birgt die Gefahr, Marktveränderungen nicht rechtzeitig zu erkennen und im Wettbewerb zurück zu fallen.
Datum 10.06.2020  10:00 Uhr

Gut argumentieren

Bei größeren Veränderungen sollten Sie die Auswirkungen auf Ihre Kollegen bereits im Vorfeld genau analysieren. Fragen Sie sich: Welche Auswirkungen ergeben sich auf Arbeitsabläufe, Arbeitszeiten, fachliche Anforderungen, die Art der Zusammenarbeit und auf »Besitzstände«. Erstellen Sie eine Liste möglicher Einwände und entwickeln Sie geeignete Gegenargumente. Sprechen Sie diese Einwände von sich aus offen an, um eine Diskussion der Kollegen »hinter den Kulissen« zu vermeiden. Wenn Ihnen zu unerwarteten Einwänden nicht sofort ein Gegenargument einfällt, so bezeichnen Sie den Einwand zunächst als »interessanten Aspekt«, über den Sie noch einmal nachdenken möchten.

»Verlierer« ansprechen

Stellen Sie Veränderungen nicht einseitig positiv und »rosarot« dar. In einigen Fällen wird es bei Veränderungen auch offensichtliche »Verlierer« geben, für die die Veränderung nachteilige Folgen hat oder die sich zumindest subjektiv als »Verlierer« des Veränderungsprozesses fühlen. Sprechen Sie mit diesen Kollegen offen und ehrlich über die Negativkonsequenzen. Erläutern Sie in einem Gespräch nochmals die Notwendigkeit der Veränderung. Versuchen Sie dabei nicht, die negativen Konsequenzen zu beschönigen. Zeigen Sie Verständnis dafür, das der Mitarbeiter von der für ihn negativen Veränderung nicht begeistert ist. Tenor: »Ich verstehe sehr gut, dass Sie von der Veränderung nicht begeistert sind. Im Interesse der Apotheke beziehungsweise im Interesse des gesamten Teams gibt es aber leider keine andere Möglichkeit.«

Zur Tat schreiten

Eine ständige Entwicklung in kleinen Schritten lässt sich in jeder Apotheke bereits durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) erreichen. Beim KVP initiiert das Team regelmäßig kleine Verbesserungen. Die Vorschläge können Mitarbeiter in einem entsprechenden Formular formulieren, manche Apotheken verwenden zur einfachen und schnellen Erfassung von Ideen auch ein sogenanntes »Ideenbuch«. Dabei handelt es sich um ein leeres DIN A5-Heft aus dem Schreibwarenhandel, das im Pausenraum ausgelegt wird und in das die Mitarbeiter ihre Ideen stichwortartig eintragen können. Die Ideen werden dann auf der nächsten Besprechung diskutiert und anschließend umgesetzt.

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