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Zwei Phasen
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Verhaltenstherapie bei Post-Covid hilfreich

Eine kurze ambulante kognitive Verhaltenstherapie nach einem definierten Vorgehen zeigt in einer Studie andauernde positive Auswirkungen bei Menschen mit Post-Covid-Erkrankung (PCC).
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 16.01.2025  16:00 Uhr

Die Betroffenen litten weniger unter anderem unter Fatigue, kognitiven Schwierigkeiten und Schlafproblemen. Vor der Therapie hatten die 314 Teilnehmenden mit einem Frauenanteil von 72 Prozent mindestens drei Monate anhaltende Post-Covid-Symptome leichter bis mittelschwerer Ausprägung. Es erfolgte die Randomisierung der Patienten auf die etablierte Versorgung sowie auf zwei bis acht ambulante Sitzungen, geführt von Medizinern und Physiotherapeuten, die in Verhaltenstherapie ausgebildet waren.

Die Therapie umfasste zwei Phasen. In der ersten wurden die Teilnehmenden körperlich untersucht und ausgeschlossen, dass nicht andere Krankheiten die Symptome hervorriefen. Zudem erklärten die Therapierenden, dass Infektionen wie Covid-19 körperliche Symptome auslösen könnten, diese aber in der Regel vorübergehend und veränderbar seien.

In Phase 2 wurden die Patienten motiviert, zwischen den Sitzungen körperliche und geistige Aktivitäten aufzunehmen, weil das die Genesung fördere. Anhand eines Gesundheitsfragebogens zeigte sich, dass sich die dort abgefragten Parameter sowohl klinisch als auch statistisch signifikant verbessert hatten in der Gruppe mit der psychotherapeutischen Intervention. Auch nach zwölf Monaten hielt dieser Effekt an. Möglicher Grund scheint der Zusammenhang zwischen kognitiver Verhaltenstherapie und immunologischen Parametern zu sein.

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