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Russischer Corona-Impfstoff
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Viel Kritik, aber auch erste Interessenten

Für Ende des Jahres oder Anfang des kommenden hatten Wissenschaftler mit ersten Zulassungen von Corona-Impfstoffen gerechnet. Doch nun prescht Russland vor – und lässt übliche Verfahren außer Acht. Dafür hagelt es viel Kritik. Aber auch Verkäufe ins Ausland sind in Sicht.
AutorKontaktdpa
Datum 13.08.2020  08:00 Uhr

Andere Staaten zeigen Interesse

Trotz der immensen Kritik gibt es aber auch Interesse an dem Mittel. Der brasilianische Bundesstaat Paraná kündigte an, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den Impfstoff selbst zu produzieren. »Die technisch-wissenschaftliche Kooperation öffnet die Möglichkeit, Impfstoff-Tests zu machen und die Impfung hier für die brasilianische Bevölkerung zu produzieren», sagte der russische Konsul in Curitiba, Acef Said, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Chef des russischen Investmentfonds, Kirill Dmitrijew, nannte neben Brasilien auch die Philippinen und die Vereinigten Arabischen Emirate als Länder, die Interesse an einer Produktion von »Sputnik V« hätten. Es gebe darüber hinaus auch Interesse aus dem Ausland, an der dritten Testphase teilzunehmen. Israel teilte sein grundsätzliches Interesse mit. Es gebe bereits Beratungen über den neuen Impfstoff, hatte der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein am vergangenen Dienstag gesagt.

Laut einer Liste der Weltgesundheitsorganisation vom Montag werden derzeit sechs andere Impfstoff-Kandidaten in einer Phase-III-Studie getestet. Nur ein gut wirksamer Impfstoff kann Experten zufolge eine rasche und deutliche Wende in der Corona-Pandemie bringen, ohne dass strenge Lockdown-Regeln nötig sind.

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