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Fakt oder Fake?
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Vier Mythen über Insulin

Rund um die Insulintherapie kursieren viele Missverständnisse – etwa dass Insulin dick mache, Spritzen besonders schmerzhaft seien oder eine Insulintherapie ein Zeichen des Scheiterns sei. Doch vieles davon stimmt nicht. Vier verbreitete Mythen und was wirklich dahintersteckt.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 07.03.2026  09:00 Uhr
  • Mythos: Insulin macht dick. – Fakt: Gewichtszunahme nach Insulinstart ist meist Folge der verbesserten Stoffwechsellage. Durch Insulin normalisiert sich der Wasserhaushalt (weniger Zucker im Urin → weniger Flüssigkeitsverlust) und die Kohlenhydrate aus der Nahrung werden als Energie verwertet statt ausgeschieden.
  • Mythos: Die Insulinspritze tut weh. – Fakt: Moderne Pens und kurze Nadeln ermöglichen nahezu schmerzfreie Injektionen. Die meisten Patienten spüren den Nadelstich nicht.
  • Mythos: Beim Spritzen muss immer eine Hautfalte abgehoben werden. – Fakt: Das war früher bei sehr langen Nadeln nötig, um nicht in den Muskel zu treffen. Mit den heute üblichen kurzen Nadeln kann man genau in das Unterhautfettgewebe spritzen – eine Hautfalte ist meist nicht notwendig.
  • Mythos: Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes ist ein Therapieversagen. – Fakt: Ist Insulin notwendig, um die Zuckerwerte zu kontrollieren, sollte man möglichst schnell damit beginnen. Unbehandelter Insulinmangel verschlimmert den Diabetes. Das Spritzen von Insulin rettet Leben und verbessert auf Dauer die Gesundheit.
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