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Glucosesensoren
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Vorsicht vor falsch tiefen Werten

Wenn Glucosesensoren unbemerkt fehlerhaft arbeiten, kann es für Menschen mit Diabetes, vor allem auch für jene, die Insulin spritzen, schnell gefährlich werden. Über solche Sensoren informierte kürzlich das Unternehmen Abbott. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) übernahm die Warnung, die Abbott an Verwender der Freestyle Libre-Sensoren 3 und 3 plus gesendet hat. 
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 28.11.2025  14:28 Uhr

Der Fehler, der diese Sensoren derzeit betreffen kann, führt dazu, dass die Messsysteme falsch niedrige Glucosewerte anzeigen. Für Diabetiker dann fatal, wenn sie auf Grundlage der gemessenen Werte entweder vermehrt Kohlenhydrate essen, um den vermeintlich niedrigen Blutzuckerspiegel auszugleichen, oder, wenn sie aufgrund der niedrigen Werte erheblich weniger Insulin zu einer bestimmten Menge an Kohlenhydraten spritzen. Diese therapeutischen Entscheidungen auf Basis einer falschen Grundlage können die Blutzuckerwerte massiv in die Höhe treiben.

Der Hersteller Abbott schreibt dazu: »Diese Entscheidungen können ernsthafte Gesundheitsrisiken zur Folge haben, einschließlich möglicher Verletzungen oder Todesfälle sowie anderer, weniger schwerwiegender Komplikationen«. Das Problem betreffe nur bestimmte Sensoren des Typs Freestyle Libre 3 und Freestyle Libre 3 Plus.

Seriennummer prüfen

Abbott nennt folgendes Vorgehen: Um zu prüfen, ob der aktuell getragene Sensor oder einer der Sensoren, die noch benutzt werden sollen, betroffen ist, sollen Anwenderinnen und Anwender die Seriennummer auf der Website www.freestylecheck.com unter »Seriennummer des Sensors bestätigen« eingeben. Wo findet man diese Nummer? Sie steht auf der Unterseite des Umkartons sowie auf der Unterseite des Applikators und ist gekennzeichnet mit »SN«. Nach Start des Sensors findet man sie auch in der entsprechenden App sowie im Lesegerät.

Zeigt der Onlinetest, dass der eigene Sensor betroffen sein könnte, soll man diesen sofort entfernen und nicht mehr verwenden. Die Website fordert dann zur Eingabe der persönlichen Daten auf, damit umgehend Ersatz gesendet werden kann.

Für PTA und Apotheker heißt das, in nächster Zeit besonders hellhörig zu werden, sollten Patienten mit Diabetes ihre Freude über ungewöhnlich gute Glucosewerte ausdrücken oder aber über besonders häufige Unterzuckerungen klagen. Beides kann potenziell an einem fehlerhaften Sensor liegen. Ein »blutiger« Blutzuckertest vergleichend zum Sensorwert kann helfen, Diskrepanzen aufdecken. Mitarbeitende in Apotheken können zudem alten Menschen mit Diabetes, die das Internet nicht nutzen, aber die genannten Sensoren verwenden, anbieten, die Seriennummern zu prüfen. Ein geringer Aufwand, der Menschen mit Diabetes vor Schaden bewahren kann. 

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