Ist eine längere gleichzeitige Behandlung medizinisch erforderlich, sollen der ABDA-Datenbank zufolge möglichst niedrige Dosen eingesetzt werden. Außerdem wird empfohlen, Patienten auf Anzeichen für Ulzera zu überwachen sowie den Stuhl regelmäßig auf okkultes Blut zu untersuchen. Daher ist es wichtig, betreffende Patientinnen und Patienten über mögliche Symptome zu informieren: Ein Ulkus kann zum Beispiel Blähungen, Dyspepsie, Schmerzen im Oberbauch oder Übelkeit verursachen, gastrointestinale Blutungen zeigen sich durch Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder auch schwarz verfärbten Stuhl.
Die Empfehlungen gelten übrigens auch für COX-2-Hemmer, bei denen das Risiko etwas niedriger liegt. Patienten, die ein erhöhtes Ulkusrisiko haben, kann die Ärztin oder der Arzt gegebenenfalls vorbeugend einen Protonenpumpeninhibitor (PPI) verordnen. In manchen Fällen eignet sich vielleicht auch ein anderes Schmerzmittel, zum Beispiel Paracetamol, mit dem keine Wechselwirkung auftritt.