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Schilddrüsenknoten
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Wann operieren, wann beobachten?

Schilddrüsenknoten sind weit verbreitet. In Deutschland lautet die Kritik, dass zu schnell operiert wird. Wann sind die Knoten wirklich behandlungsbedürftig und in welchen Fällen reicht es, zu beobachten? Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner (BDN) schafften Expertinnen und Experten Klarheit.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 02.05.2023  12:00 Uhr

Grundproblem Jodmangel

Zur Kritik, dass die Knoten zu oft operiert würden, sagte der Schilddrüsenspezialist: »In Deutschland haben wir das Problem, dass viele Patienten große Schilddrüsen und mehrere Knoten haben. Ohne Jodmangel hätten wir dieses Problem nicht. Das wäre die Behebung des Grundproblems.« Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Schwangeren müsse auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden, zum Beispiel durch wöchentliches Fischessen, Verwenden von Jodsalz oder, wenn erforderlich, Nahrungsergänzungsmittel. Es sei aber »erfreulicherweise« insgesamt ein rückläufiger Trend bei den Operationen zu beobachten, auch wenn es noch »Luft nach unten« gebe. Kreißl empfahl, »wenn man sich operieren lässt, zum Spezialisten zu gehen«. Denn diese böten mitunter modernere Verfahren wie eine endoskopische Operation an.

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