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Entspannung in der Badewanne
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Warum Baden gesund ist

Durchgefroren? Verspannt? Auf der Suche nach Trost? Gründe, in die warme Wanne zu steigen. Eine Hautärztin und eine Kardiologin klären die wichtigsten Fragen rund um das Wellness-Ritual, damit es noch ein wenig gesünder und entspannender wird.
AutorKontaktdpa
Datum 02.02.2026  10:00 Uhr
Welcher Badezusatz ist gut für die Haut?

Welcher Badezusatz ist gut für die Haut?

Lustige Schaumbäder, die viele aus der Kindheit kennen, sind für die Haut alles andere als spaßig. »Die darin enthaltenen Tenside trocknen im Winter zusätzlich aus«, sagt Hautärztin Moers-Carpi. Rückfettende Zusätze auf Basis von Mandel- oder Jojobaöl sind meist die richtige Wahl.

Es darf neben pflegenden Eigenschaften auch angenehm duften? »Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kamille, Ringelblume oder Baldrian empfehle ich gerne.« Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte setzt die Hautärztin auf medizinische Zusätze mit Eichenrinde oder Salz vom Toten Meer. »Sie lindern Juckreiz und machen die Haut zusätzlich angenehm geschmeidig.«

Warum werden Hände und Füße im Wasser schrumpelig?

Durch ausgiebiges Baden quellen die oberen Hornschichten der Haut auf und werden faltig. In freier Wildbahn würde diese körperliche Reaktion dabei helfen, sich beim Aus-dem-Wasser-ziehen besser festhalten zu können, so Marion Moers-Carpi. Für zu Hause ist es das klare Signal: »Das Bad dauert zu lange. Jetzt aber raus«, sagt die Dermatologin.

Ein Gläschen Wein – spricht etwas gegen Essen und Trinken in der Wanne?

Wenn zum perfekten Badefest ein Schluck Wein und ein paar Naschereien gehören, gibt es aus Sicht der Kardiologin Christiane Tiefenbacher keinen Grund, darauf zu verzichten.

Eine Sache sollte man aber nicht unterschätzen: Die berauschende Wirkung des Alkohols fällt im warmen Wasser stärker aus, sodass alles, was über ein Gläschen hinaus geht, schnell unangenehm werden kann. Eingefleischte Bade-Fans wissen zum Glück meist, was ihnen guttut und wo ihre Grenzen sind.

Wie sieht das perfekte Baderitual aus medizinischer Sicht aus?

Die Expertinnen raten zu diesem Ablauf:

  1. Geben Sie in den frühen Abendstunden beziehungsweise nach getaner Arbeit ein Badeöl aus natürlichen Zutaten in 36 bis 38 Grad warmes Wasser. Versinken Sie mit einem tiefen Seufzer darin, schließen Sie die Augen und denken Sie möglichst an gar nichts.
  2. Erheben Sie sich nach ungefähr 10, allerhöchstens 20 Minuten langsam und tupfen Sie die Haut mit einem weichen Handtuch ab.
  3. Nach einer kurzen Ruhezeit den Körper mit einer Bodylotion auf Aloe-Vera- oder Urea-Basis eincremen, kuschelige Socken anziehen und ab unter die Decke. Ganz wichtig: Trinken nicht vergessen. Was Mahlzeiten oder Unterhaltung angeht, sollten Sie leichte Kost bevorzugen.
  4. Und jetzt? Versuchen Sie, in diesem Entspannungsmodus zu bleiben. Wenn nichts weiter ansteht: Licht aus, Augen zu und am nächsten Tag erholt aufwachen.
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