Manchen helfe Unterstützung, anderen sei Zuhören wichtig und wieder andere wünschten sich Ablenkung. Oft hälfen neue Routinen und Rituale bei der Bewältigung von Trauer, zum Beispiel das Anlegen eines Grabes. Ganz wichtig sei es, die Trauer zu akzeptieren und keine Anforderungen an sie zu stellen, so Doering: »Ich erlebe es manchmal so, dass Trauer in der Gesellschaft zu wenig Platz bekommt. Dass es schnell wieder gut sein soll, dass man sich schnell wieder zusammenreißen soll.«
Wenn Trauer über eine längere Zeit den Alltag massiv beeinträchtigt, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, raten Psychologen. In dem Fall könnte es sich um eine behandlungsbedürftige anhaltende Trauerstörung handeln. Die ist aktuell international nur bei Trauer um Menschen als klinische Krankheit eingestuft und noch nicht bei Trauerfällen um Tiere.
Hierzu sagt Studienautor Hyland: »Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen, die um den Verlust ihres Haustieres trauern, sich dadurch verlegen und isoliert fühlen, sollte die Entscheidung, den Verlust eines Haustieres nicht in die Kriterien für eine anhaltende Trauerstörung einzuschließen, überdacht werden.«