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SARS-CoV-2
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Warum »kontrollierte Durchseuchung« keine gute Idee ist

Eine »kontrollierte Durchseuchung« bestimmter Altersgruppen mit dem Coronavirus mit dem Ziel der Herdenimmunität und zur Wiederaufnahme des normalen Sozial- und Wirtschaftslebens ist keine Option und hätte dramatische Konsequenzen. Darauf macht Professor Bernd Salzberger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) aufmerksam und kritisiert diese Idee scharf.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 07.04.2020  13:00 Uhr
Verlangsamung und andere Maßnahmen zur Epidemie-Kontrolle

Verlangsamung und andere Maßnahmen zur Epidemie-Kontrolle

Statt sich auf ein solches Szenario mit absehbar katastrophalen Folgen einzulassen, plädiert die DGI weiterhin für eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens in allen Altersgruppen und empfiehlt eine Überwachung und Kontrolle der Infektionen auf andere Weise.

Dazu seien mehr Testkapazitäten sowie die Isolation positiv auf das Coronavirus getesteter Personen dringend notwendig. Maßnahmen, die bei der Kontrolle der Epidemie zudem helfen können, sind aus Sicht der DGI das Smartphone-Tracking über die sich schon in der Testphase befindliche Covid-19-App und das Tragen von Gesichtsmasken bei direktem Personenkontakt.

Zwar bewahre der Mund-Nasen-Schutz einen Gesunden nicht vor einer Infektion. »Er kann jedoch helfen, dass ein Infizierter die Viren nicht per Tröpfcheninfektion an andere weitergibt«, so Salzberger. Mit steigenden Infektionszahlen könne das Tragen eines Mundschutzes ein wichtiger Teil der Gesamtstrategie sein. Um dem Gesundheitssystem die dringend benötigte medizinische Ausrüstung nicht vorzuenthalten, solle in der Bevölkerung jedoch auf selbstgemachte Masken zurückgegriffen werden.

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