Für verlässliche Werte ist die richtige Anwendung des Blutdruckmessgerätes ausschlaggebend. Entscheidend sind unter anderem die passende Manschettengröße, eine kurze Ruhephase vor der Messung sowie die richtige Körper- und Armhaltung. / © Getty Images/Milan Markovic
Denn ein einzelner Blutdruckwert beim Arzt ist immer nur eine Momentaufnahme. Die empfohlenen regelmäßigen Messungen zu Hause können daher dazu beitragen, einen Bluthochdruck zuverlässiger zu ermitteln.
Die Selbstmessung könne zudem Unterschiede zwischen den Werten zu Hause und in der Arztpraxis aufdecken, so die Hochdruckliga. Bei einer Weißkittelhypertonie etwa ist der Blutdruck zu Hause normal, während er beim Arzt höher ausfällt. Die Ursachen können Aufregung oder Anspannung während des Arztbesuchs sein. Bei einer maskierten Hypertonie ist es dagegen umgekehrt: In der Praxis liegen die Werte im normalen Bereich, im Alltag sind sie jedoch erhöht.
Eine tägliche Messung ist aus Sicht der Deutschen Hochdrucklige für eine aussagekräftige Kontrolle des Blutdrucks nicht erforderlich. Sie empfiehlt vielmehr, den Blutdruck nur einmal im Monat, dann jedoch an sieben aufeinanderfolgenden Tagen zu messen.
In diesem Zeitraum wird der Blutdruck morgens und abends jeweils zweimal bestimmt – möglichst unter vergleichbaren Bedingungen:
Aus den Werten vom zweiten bis siebten Tag wird dann anschließend der Mittelwert berechnet – die Messwerte des ersten Tages bleiben außen vor.
Wichtig, zu wissen: Bei der Selbstmessung zu Hause fallen die Werte häufig niedriger aus, weil die Messung in vertrauter Umgebung stattfindet. Daher unterscheidet man zwischen den Blutdruckwerten in Arztpraxen oder zu Hause: