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Veganuary
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Was bringt vegane Ernährung für Darm und Leber?

Die englische Organisation Veganuary möchte Menschen motivieren, sich im Januar vegan zu ernähren. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) erklärt zu diesem Anlass, welche Auswirkungen eine pflanzenbasierte Ernährung auf Darm und Leber hat.
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Datum 02.01.2023  13:00 Uhr

»Eine Senkung des Darmkrebsrisikos ist ein wichtiger, aber auch sehr langfristiger Effekt einer pflanzenbasierten Ernährung«, erklärt Privatdozentin Dr. Birgit Terjung, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, GFO Kliniken Bonn und Vorstandsmitglied der DGVS. Eine großangelegte britische Studie konnte zeigen, dass Vegetarier, Pescetarier, also Menschen die kein Fleisch, aber Fisch essen, und Veganer ein deutlich geringeres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken als diejenigen, die regelmäßig größere Mengen tierischer Produkte verzehren.

Es gibt aber auch kurzfristige Effekte, die sich schon nach einem Monat pflanzenbasierter Ernährung zeigen, also zum Beispiel bei Menschen, die am Veganuary teilnehmen. Ein hoher Gehalt an Ballaststoffen mache lange satt, so Terjung. Dies reduziere Blutzuckerspitzen und Heißhungerattacken. Auch der Zucker- und Fettstoffwechsel in der Leber werde reguliert und der Cholesterinspiegel sinke. Eine bestehende Fettleber kann sich laut der Ärztin regenerieren.

An die größere Menge an Ballaststoffen muss sich der Darm allerdings erst gewöhnen. »Die Umstellung auf eine ballaststoffreichere Ernährung kann für den Darm zunächst eine Herausforderung darstellen, da er plötzlich deutlich geforderter ist – Verstopfung und Darmkrämpfe können eine Folge sein. Hier helfen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr und Bewegung«, rät Professor Dr. Heiner Wedemeyer, Mediensprecher der DGVS. Nach einiger Zeit normalisiere sich die Verdauung jedoch und die positiven Effekte würden überwiegen.

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