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Mehr als schlechte Laune
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Was hinter ständigem Montagsblues steckt

»Oh, nein, morgen ist wieder Montag!« Wen dieses Gefühl zum Wochenstart regelmäßig begleitet, sollte auf Ursachensuche gehen – und Strategien gegen das Tief entwickeln.
AutorKontaktdpa
Datum 05.01.2026  08:00 Uhr

Wenn der Gedanke an den Beginn der Arbeitswoche dauerhaft für Angst oder Wut sorgt, dann könne das ein »Frühwarnsignal für chronische Überlastung, Burn-out oder Unzufriedenheit im Job sein«. Darauf weist Steffen Häfner hin, ärztlicher Direktor der Klinik am schönen Moos in Bad Saulgau. Er ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Gründe für das Stimmungstief zum Wochenbeginn

Es hat aber auch andere Gründe, warum wir montags manchmal etwas schwerer in die Gänge kommen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Der Kontrast zwischen dem entspannten Wochenende und dem stressigen Joballtag ist am Montag besonders stark.
  • Die To-do-Listen sind zu Beginn der Woche voll, viele Meetings stehen noch.
  • Am Wochenende ändert sich oft unser Schlafrhythmus, das spätere Zubettgehen macht sich am Montag noch bemerkbar.

Das kann zusammengenommen dazu führen, dass wir emotional und körperlich sensibler als sonst reagieren. Die Folgen: schlechte Laune, Gereiztheit und akute Antriebslosigkeit. Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen können laut Häfner am Montag vermehrt auftreten. Er beschreibt sie als »Ausdruck des inneren Widerstands gegenüber dem Start in die Arbeitswoche«.

Gegen den Montagsblues hilft im ersten Schritt vielleicht schon ein Perspektivwechsel. So kann man den Beginn der Woche als Möglichkeit für Neubeginn, Struktur und Motivation interpretieren.

Ursachen für Stress reflektieren

Ein besonders ausgeprägter Hass auf den Wochenbeginn könne aber Hinweis auf tiefere Probleme sein. Facharzt Häfner rät zur Selbstreflexion, um den Ursachen auf den Grund zu gehen: Warum macht mir gerade der Wochenanfang so stark zu schaffen?

So kann man herausfinden, welche Faktoren im eigenen Leben mehr Aufmerksamkeit oder Veränderung brauchen. Vielleicht ist das Stimmungstief ein Warnsignal für Überlastung oder Unzufriedenheit im Job. Oder aber der private Stress ist gerade so groß, dass der Wochenbeginn als besonders belastend empfunden wird. Selbst fehlende Sinnhaftigkeit oder Motivation im Alltag könne den Montagsblues verstärken und aufzeigen, dass grundlegende Veränderungen notwendig sind.

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