| Caroline Wendt |
| 12.02.2026 12:00 Uhr |
Das regelmäßige Tragen von Kompressionsstrümpfen kann das Thromboserisiko senken. / © Shutterstock/HenadziPechan
Die meisten Thrombosen treten innerhalb der ersten sechs Monate nach der Krebsdiagnose auf, berichtet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) auf seiner Internetseite.
Bei einigen Krebsarten ist das Risiko für eine Thrombose besonders hoch. Dazu gehören unter anderem:
Neben der Krebsart beeinflusst auch das Stadium der Erkrankung das Thromboserisiko. Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist und je mehr Metastasen sich in anderen Organen gebildet haben, desto höher das Risiko. Zudem können verschiedene Behandlungsformen die Blutgerinnung beeinflussen. Dazu zählen:
Generell gilt: Je umfangreicher die Behandlung, desto höher das Thromboserisiko, so das DKFZ. Darüber hinaus erhöhen eingeschränkte Beweglichkeit, Infektionen, höheres Lebensalter sowie Thrombosen in der Anamnese die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel.
Daher ist es wichtig, dass Krebspatienten über das erhöhte Risiko aufgeklärt werden und die möglichen Symptome kennen. Treten beispielsweise an einem Bein Schwellungen, Rötungen, Überwärmung oder Schmerzen beziehungsweise krampfartige Beschwerden auf, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden. Zudem sollten Betroffene wissen, dass Thrombosen nicht nur in den Beinen, sondern auch in anderen Körperregionen auftreten können.
Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, das Risiko zu senken. Sind nach einer Operation oder einer Krebstherapie noch keine Spaziergänge möglich, können bereits kleine Bewegungen und Drehungen der Beine und Füße den Blutfluss in Gang halten und unterstützend wirken. Außerdem sollten Patienten darauf achten, ausreichend zu trinken (1,5 bis 2 Liter pro Tag), auf das Rauchen verzichten und bei erhöhtem Risiko Kompressionsstrümpfe tragen.