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Kinderernährung
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Wenig Zucker in den ersten 1000 Tagen

Der Zuckerkonsum von Kindern in den ersten 1000 Tagen – während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren – hat entscheidenden Einfluss auf ihre spätere Gesundheit. Wissenschaftler aus den USA und Kanada haben gezeigt, dass Kinder, die in dieser Zeit nur wenig Zucker erhielten, ein signifikant geringeres Risiko hatten, später an Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck zu erkranken.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 15.11.2024  10:00 Uhr

Die im Fachjournal »Science« erschienen Studie betrachteten Daten aus der Zeit während und kurz nach der Zuckerrationierung in Großbritannien. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dort Lebensmittel genau kontingentiert. Erwachsene erhielten 40 g, Kinder 15 g Zucker pro Tag. Kindern unter zwei Jahren wurde kein Zucker zugeteilt. Das entspricht in etwa den heutigen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach dem Ende der Rationierung stieg der Zuckerkonsum in der Bevölkerung nahezu auf das Doppelte an.

Der Vergleich von Gesundheitsdaten einer britischen Datenbank (UK Biobank) zeigt: Kinder, die während der Rationierung gezeugt wurden, hatten im späteren Leben ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, als solche, die später gezeugt wurden. Die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck war um 20 Prozent geringer. Zudem verzögerte sich der Ausbruch der Krankheiten um vier beziehungsweise zwei Jahre. Allein die Minimierung von Zucker während der Schwangerschaft war für ein Drittel der Risikoreduktion verantwortlich.

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