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Kindesentwicklung
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Weniger Zucker von Anfang an

Lust auf Süßes in der Schwangerschaft? Zumindest in den ersten 1000 Lebenstagen ihres Kindes sollten Frauen mit Zucker besser zurückhaltend sein, um das Risiko chronischer Krankheiten beim Nachwuchs gering zu halten.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 07.08.2025  08:00 Uhr

Eine ausgewogene Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft ist für die gesunde Entwicklung des Kindes entscheidend – und zwar auch langfristig. Darauf machten die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) anlässlich einer Online-Pressekonferenz aufmerksam. Dabei ist die Zeitspanne von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag eine besonders sensible Phase. Das verdeutlicht eine aktuelle Studie aus Großbritannien. Demnach hatten Menschen, die dort während der staatlichen Zuckerrationierung nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, ein deutlich geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck.

Besonders ausgeprägt war der Schutzeffekt, wenn die Frauen nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in den ersten Lebensmonaten des Kindes wenig Zucker konsumierten. In dieser Zeit nimmt das Baby erstmals Beikost zu sich, was besonders kritisch sein kann, da Kinderlebensmittel häufig zu viel Zucker enthalten. »In den ersten sechs Lebensmonaten sollten Säuglinge möglichst gar keinen zugesetzten Zucker erhalten«, empfiehlt Sandra Hummel vom Institut für Diabetesforschung im Helmholtz Zentrum (DZD).

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