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»Talkaholics« stoppen
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Wenn Menschen ohne Punkt und Komma reden

Wenn Menschen scheinbar ununterbrochen sprechen, kann das für andere äußerst herausfordernd sein. Doch wie sich in so einer Situation verhalten – wenn man kaum zu Wort kommt?
AutorKontaktdpa
Datum 26.09.2025  08:00 Uhr

Tipps für den Umgang mit »Talkaholics«

Wie man auf jemanden am besten reagiert, der oder die unaufhörlich redet, hängt davon ab, in welchem Zusammenhang die Kommunikation erfolgt. »Im beruflichen Kontext, zum Beispiel bei einer Teambesprechung, können Strukturen mit festgelegten Sprechzeiten dafür sorgen, dass die Wortmeldung eines Teammitglieds sich nicht in die Länge zieht«, so Albrecht.

Und wenn der Vielredner oder die Vielrednerin aus dem persönlichen Umfeld kommt? »Hier sollten sich Menschen, die sich vom Wortschwall ihres Gegenübers genervt fühlen, Fragen stellen«, sagt Albrecht. Etwa: Wie wichtig ist mir die Beziehung zu dieser Person? Will ich sie vor den Kopf stoßen und mich womöglich von ihr abwenden? Oder will ich, dass es statt Monologe ein echtes Miteinander gibt?

Lösungsmöglichkeiten:

  • Unterbrechen
    Wenn das Gespräch etwa mit der guten Freundin zu einseitig ist und sie diejenige ist, die unaufhörlich erzählt, sollte man sie freundlich, aber bestimmt unterbrechen. »Dann geht es nicht darum, sie mit Vorwürfen zu überhäufen nach dem Motto ›Was textest Du mich eigentlich so zu?‹, sondern in Ich-Formulierungen zu sprechen«, sagt Lurweg.

    Also etwa: »Ich habe den Eindruck, dass Du mehr redest als ich und mir keine Gelegenheit gibst, dass ich auch etwas aus meinem Leben erzählen kann.« Oder: »Hey, ich kann Dir gerade nicht so konzentriert zuhören, weil Du schon längere Zeit redest; lass mich mal was sagen.«
  • Gesten
    Auch die Körpersprache kann dabei helfen, dem Gegenüber zu signalisieren: Ich möchte etwas sagen. »Das kann etwa sein, indem man die Hand hebt oder mit einem Finger auf den anderen zeigt«, sagt Albrecht.
  • Grenzen setzen
    »Ein Gespräch ist ein Austausch und kein Monolog«, erklärt Lurweg. Dies sollte man dem oder der anderen unmissverständlich klarmachen und ihn zuvor freundlich in seinem Redefluss unterbrechen. Je nach Situation kann es auch hilfreich sein, dem oder der anderen mitzuteilen, dass man nicht bereit ist, länger zuzuhören – etwa, weil man in Zeitdruck ist. Dann verabredet man sich womöglich zu einem weiteren Gespräch. Und der- oder diejenige, die ununterbrochen zugehört hat, sagt dann etwa: »Beim nächsten Mal erzähle ich auch etwas von mir.«
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