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Hautkrebsrisiko
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Wer Blutdruckmedikamente nimmt, braucht UV-Schutz

Einige Medikamente gegen Bluthochdruck können die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen und so langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen. Bei welchen Antihypertensiva sollten PTA zu einem wirksamen Sonnenschutz raten?
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 09.12.2025  12:00 Uhr

Zu dieser Frage hat ein Forschungsteam der Universität Lund in Schweden Daten aus schwedischen Gesundheitsregistern ausgewertet. Insgesamt analysierten sie 133.539 Fälle von Basalzellkarzinomen (BCC) aus den Jahren 2007 bis 2017 und verglichen sie mit 257.849 passenden Kontrollpersonen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal »Acta Dermato-Venereologica« veröffentlicht.

Die Untersuchung zeigt:

  • Thiazid-Diuretika allein erhöhen das BCC-Risiko nicht. Thiazid-Kombipräparate, besonders die Kombination mit Amilorid, erhöhen das Risiko jedoch leicht.
  • Bei ACE-Hemmern war das Risiko minimal reduziert, das scheint jedoch klinisch kaum relevant zu sein
  • Bei der Einnahme von Angiotensin-II-Rezeptorblockern (Sartanen) ist das Risiko signifikant erhöht.
  • Calciumkanalblocker wie Amlodipin oder Felodipin verursachten eine geringe Risikoerhöhung.
  • Betablocker waren – wie in früheren Studien – mit einem leicht erhöhten, aber nicht dosisabhängigen Risiko verbunden.

Die Studienautoren betonen abschließend, dass die Zunahme des Hautkrebsrisikos insgesamt gering ist und keine Therapieänderungen rechtfertigt. Wichtig sei vielmehr ein konsequenter UV-Schutz zur Prävention.

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