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Projekt PTA-Patenschaft
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Westfalen-Lippe ist jetzt auch dabei

Das Projekt PTA-Patenschaft, ursprünglich initiiert vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg, wird immer größer. Seit diesem Jahr beteiligt sich auch der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL).
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 09.01.2026  13:06 Uhr

Viele Apotheken leiden unter dem Fachkräftemangel, nicht selten brechen PTA-Schüler ihre Ausbildung ab –das Projekt PTA-Patenschaft soll hier Abhilfe schaffen. »Mit dem Projekt werden Schülerinnen, Schüler und Schulen schon frühzeitig während der Ausbildung mit den Apotheken vor Ort vernetzt. Ziel ist es, Theorie und Praxis noch besser miteinander zu verknüpfen, den Schülerinnen und Schülern frühzeitig Einblicke in den Berufsalltag zu geben und zugleich die Apotheken bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Das ist ein Gewinn für alle Beteiligten«, verdeutlicht AVWL-Vorstandsmitglied Manuela Schier in einer Pressemeldung des Verbands.

Konkret läuft das Projekt so ab: Die Schülerinnen und Schüler schließen mit der Patenschaftsapotheke einen Arbeitsvertrag ab. Sie können dann schon vor dem Pflichtpraktikum während der Schulzeit einige Stunden pro Woche in der Apotheke mitarbeiten – das kann regelmäßig sein oder auch hauptsächlich in den Ferien.

Für die Apotheken ist vorteilhaft, dass sie so frühzeitig Kontakt zu den angehenden PTA knüpfen. Schier betont, dass die Apotheken außerdem einen Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung leisten. Die zusätzliche Rückkopplung mit dem Apothekenalltag könne die schulische Ausbildung bereichern.

»Gerade weil die Ausbildung so anspruchsvoll ist, ist der Nebenjob in der Apotheke so wichtig. Es lernt sich viel leichter, wenn man weiß, wofür man das alles tut. Zudem kann man das theoretisch erworbene Wissen gleich in der Praxis festigen«, so Schier. Statt in der Ausbildungszeit andere Aushilfsjobs nebenbei zu übernehmen, könnten die angehenden PTA so auch direkt Geld an ihrem Traumarbeitsplatz verdienen.

Apothekerin Schier betont in der Pressemeldung, wie sehr sich die Teilnahme am Projekt langfristig für die Apothekeninhaber lohnt. »Wir Inhaberinnen und Inhaber brauchen gut ausgebildete, kompetente Nachwuchskräfte. Dafür müssen wir etwas tun.« Die Apotheken könnten sich als attraktive Arbeitgeber positionieren und Fachkräfte frühzeitig an sich binden. Die Zeit, die man frühzeitig in die »Patenkinder« investiere, spare man später bei der Einarbeitung nach der schulischen Ausbildung, so Schier.

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