| Isabel Weinert |
| 09.02.2026 12:00 Uhr |
Um einen Menschen zu retten, der eine Sepsis entwickelt hat, ist es ganz entscheidend, so früh wie möglich intravenös Antibiotika zu verabreichen. Patienten werden in aller Regel auf der Intensivstation behandelt, wo Ärzte dafür sorgen müssen, dass das Blut ausreichend zirkulieren kann, der Blutdruck stabilisiert wird und der Infektionsherd massiv mit Antibiotika behandelt oder aber operativ entfernt wird. Bei Organversagen müssen Betroffene beatmet werden oder auch Maschinen die Aufgabe der Nieren übernehmen. Die Blutgerinnung wird stets überwacht, die Ernährung erfolgt künstlich.
Trotz allen Einsatzes von Medizinern und Pflegepersonal versterben pro Jahr in Deutschland von etwa 230.000 an einer Sepsis erkrankten Menschen 85.000. Die WHO nannte die Sepsis weltweit eine globale Bedrohung, in Deutschland ist sie die dritthäufigste Todesursache. Das müsste nicht sein, schreibt der »Verband der Ersatzkassen« (vdek). Und nicht nur das, auch viele Folgeschäden, mit denen Überlebende oft lebenslang zu kämpfen haben, ließen sich vermeiden, würden Betroffene, aber auch Mediziner rechtzeitig an die Möglichkeit einer Sepsis denken.