| Isabel Weinert |
| 29.09.2026 08:00 Uhr |
Dichtes Kopfhaar erfordert spezielle Maßnahmen, um die darunterliegende kranke Kopfhaut effektiv mit Medikamenten versorgen zu können. / © Adobe Stock/triocean
Zum einen macht die Darreichungsform einen Unterschied. Medizinische Schäume zerfallen bei Körperwärme direkt zu Flüssigkeit, Lösungen lassen sich mithilfe von Dosierspitzen auf die Kopfhaut träufeln und Gele haften gut auf betroffenen Stellen. Allerdings bleibt es eine Herausforderung, mit dem Medikament auch wirklich in wirksamer Menge die Kopfhaut zu erreichen. Hierbei hilft Technik, zum Beispiel das Scheitelprinzip. Dabei teilt man das Haar immer wieder, am besten mit einem Stielkamm, und trägt das Medikament immer entlang der jeweiligen Scheitellinie auf. Der Abstand zwischen zwei Scheiteln sollte ein bis zwei Zentimeter betragen.
Als Hilfsmittel, das dichtes Haar aufteilt, kann auch eine Kugel- oder auch Scalp-Applikator-Flasche dienen, die an einen Kopfhautmassagekamm erinnert. Diese Applikatoren für die Kopfhaut sind wiederverwendbar und werden mit flüssigem Medikament gefüllt. Fährt man mit deren Bürste sanft über den Kopf, teilen die Zinken das Haar, und durch den Druck entweicht die Flüssigkeit.
Bei Medikamenten mit einer langen Dosierdüse drückt man diese durchs Haar, bis man die Kopfhaut spürt, und setzt so immer wieder punktförmig das Medikament auf die Kopfhaut.
Bei Sprays oder medizinischen Schäumen kann es helfen, den Kopf vornüber zu beugen, dann öffnet sich das Haar oft durch die Haarschwere von allein an den Ansätzen, und die Kopfhaut lässt sich besser erreichen.