| Verena Schmidt |
| 11.09.2025 16:00 Uhr |
Auch digitale Lösungen sparen Ressourcen. Dermasence hat – wie viele andere Hersteller auch – bei vielen Dermokosmetika den Beipackzettel aus Papier durch QR-Codes ersetzt. Verbraucher können diese einfach mit dem Smartphone scannen und online wichtige Informationen zum Produkt nachlesen. Das soll künftig auch bei Arzneimitteln möglich sein: Die EU-Kommission plant, auch Packungsbeilagen für Medikamente künftig verstärkt digital bereitzustellen. Das würde Papier und Kosten sparen, dazu ließen sich Informationen schneller aktualisieren. Zusätzlich könnten Audiofassungen oder Übersetzungen in andere Sprachen angeboten werden.
Doch nicht alle sind überzeugt. ABDA-Präsident Thomas Preis hatte sich im August gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe für den Erhalt des Papier-Beipackzettels ausgesprochen. »Elektronische Packungsbeilagen können die gedruckten Packungsbeilagen ergänzen, dürfen sie aber nicht komplett ersetzen. Jeder muss sich barrierefrei über sein Arzneimittel informieren können.« Apotheken dürften etwa durch das Ausdrucken nicht mit zusätzlichem Aufwand oder Mehrkosten belastet werden.
»Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es nicht das eine große Ziel, das es zu erreichen gilt. Es gibt viele Etappenziele, die unterschiedlichste Anpassungen erfordern und den Weg immer neu formen«, fasst Nachhaltigkeitsmanagerin Schrameyer zusammen. Ihr Unternehmen will den Bereich Nachhaltigkeit strategisch durch neue Projekte und Initiativen weiter stärken. »Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Ressourcenschonung bei Rohstoffen, in der Produktion und bei der Verpackung weiter auszubauen und den CO₂-Ausstoß kontinuierlich zu senken.«
Das Thema Nachhaltigkeit steht auch bei der Fachmesse Expopharm vom 16. bis 18. September 2025 in Düsseldorf im Fokus, besonders am neuen Gemeinschaftsstand »Die Apotheke der Zukunft«. Organisiert wird der Stand von Dermaplastik, Anbieter der Infoplattform Dermoprotect für umweltfreundliche Apothekenpflegeprodukte, und den Pharmacists for Future, einer Initiative des Vereins demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten (VdPP). Insgesamt elf Aussteller gehen hier der Frage nach, wie sich die Arbeit in der Apotheke konkret nachhaltiger gestalten lässt.