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Wie sich der Insulinmarkt verändert

Mit Novo Nordisk nimmt der zweite große Hersteller einige der älteren Insulinpräparate vom Markt, was für viele Patienten eine Umstellung bedeutet. Andererseits rücken Innovationen wie das Wocheninsulin Insulin icodec nach. Bei »PZ Nachgefragt« spricht PZ-Chefredakteur Sven Siebenand über die aktuellen Entwicklungen.
AutorKontaktPZ
Datum 19.11.2024  08:00 Uhr

Nach Sanofi im vergangenen Jahr will nun auch Novo Nordisk seine Humaninsuline bis 2026 schrittweise vom deutschen Markt nehmen. Als Gründe für die Marktrücknahmen geben die Hersteller an, die Produktion häufig verordneter Insuline absichern beziehungsweise die Verfügbarkeit und den Einsatz moderner Therapien stärken zu wollen. »Man muss aber sicherlich befürchten, dass das nur die halbe Wahrheit ist und dass auch wirtschaftliche Erwägungen mit eine Rolle spielen«, so Siebenand. Die Leidtragenden seien letztlich die Patienten, bedauert er. Für diese sei es »in jedem Fall sehr ärgerlich wieder auf ein neues Insulin eingestellt zu werden.« Empfehlungen zur Umstellung gab kürzlich die Deutsche Diabetes Gesellschaft.

Doch rücken auch immer wieder neue Innovationen bei der Insulintherapie nach. So ist seit September mit Insulin icodec (Awiqli®, Novo Nordisk) das erste Wocheninsulin in Deutschland zugelassen. Wie die Therapie mit diesem Basalinsulin funktioniert, für welche Patienten es infrage kommt und wie die wöchentliche Applikation im Vergleich zur täglichen hinsichtlich Blutzuckerkontrolle und Therapierisken abschneidet, erklärt Siebenand bei »PZ Nachgefragt«. Auch blickt er auf weitere Kandidaten in der Pipeline: das Wocheninsulin Efsitora alfa von Lilly sowie Smartinsuline in der Entwicklung.

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