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Covid-19-Tests
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Wie zuverlässig sind die Testergebnisse noch?

Vom Ergebnis des Coronatests hängt vieles ab: Ob man zur Arbeit kann, ob man als genesen gilt, ob Sportler bei Olympia starten dürfen. Immer mehr Menschen machen aber gerade die Erfahrung, dass Tests unterschiedliche Ergebnisse liefern. Wie kann das sein und worauf darf man sich noch verlassen?
AutorKontaktdpa
Datum 14.02.2022  15:00 Uhr
Antigentests »bei geringer Virenlast quasi untauglich«

Antigentests »bei geringer Virenlast quasi untauglich«

Auch Antigentests seien inzwischen recht zuverlässig, sagt Ciesek, aber in einem engeren Zeitfenster: »In der Regel ist dieser Test nur in den ersten Tagen der Infektion positiv und wird dann negativ, auch wenn man noch einige Tage lang mit einer positiven PCR rechnen muss«, erklärt die Virologin.

»Der Antigentest wird in der Regel erst circa 24 Stunden nach der PCR positiv.«
Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt

Die meisten Schnelltests seien »bei geringer Viruslast quasi untauglich«, findet hingegen Bobrowski. Zwar hätten die zuständigen Behörden Standards definiert, aber erst vor kurzer Zeit mit den Kontrollen begonnen. Bis jetzt bleibe die behördliche Aufsicht »fast wirkungslos«. Erst ab Mai 2022 müssten dank neuer EU-Vorgaben unabhängige Labore die Qualität neu entwickelter Tests vor der Zulassung überprüfen.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte Ende vergangenen Jahres 122 Covid-19-Antigen-Schnelltests verglichen. Gemessen wurde die Sensitivität, also die Fähigkeit, SARS-CoV-2 nachzuweisen. »Das Ergebnis: Die Qualität der Tests war sehr unterschiedlich.« Die meisten Tests stufte die Behörde als zuverlässig ein. Nur 26 Tests boten nicht die geforderte Sensitivität von 75 Prozent, schlugen also bei weniger als drei von vier Infektionen tatsächlich auch an.

Der Großteil der Schnelltests ist laut PEI auch zum Nachweis von Omikron geeignet. PEI-Präsident Klaus Cichutek verwies im ZDF darauf, dass das Institut mittlerweile über 250 Test-Produkte auf ein höheres Level an Sensitivität bewertet habe und mindestens 80 Prozent dieses Niveau auch schafften. Generell können Schnelltests eine Infektion aber nur dann erkennen, wenn zum Testzeitpunkt eine hohe Viruslast besteht. Dies gelte für Omikron ebenso wie für andere Varianten.

Die Zuverlässigkeit hängt laut Bobrowski aber nicht nur von der Qualität der Tests, sondern auch von der Qualität der Probenentnahme ab. Richtig und sicher sei der Abstrich erst, «wenn er im Hals den Würgereiz auslöst und es in der Nase echt unangenehm wird», erklärt der Labormediziner. Weil die kommerziellen Testcenter aber wollten, dass die Kunden wiederkämen, gehe man das auch gern mal sanfter an.

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