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Coronavirus-Pandemie
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Wird im Sommer alles besser?

Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne sich blicken lässt, haben es Grippe- und andere Erkältungserreger immer schwerer. Aber gilt das auch für das neue Coronavirus? Rettet uns der Sommer? Experten sehen vor allem ein Problem.
AutorKontaktdpa
Datum 01.05.2020  14:00 Uhr

»Ein bisschen« gestoppt

Schulz kann sich vorstellen, dass Wärme und Sonnenlicht die sogenannte Reproduktionszahl des Virus drücken kann – »aber nur leicht«. »Wer sagt, es sei alles nicht so schlimm, alle Erkältungsviren gingen im Sommer zurück, dem kann ich nur sagen: Träum weiter!«, betonte Schulz.

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte im NDR-Podcast gesagt, ein pandemisches Virus werde etwa von sozialer Distanzierung, UV-Licht und Wärme nicht sehr stark gestoppt, »aber durchaus ein bisschen«. Schätzungen zufolge könne »eine halbe Einheit« der Reproduktionszahl im Sommer abgezogen werden. Ob es im nächsten Winter zu einem erneuten Anstieg kommen wird, hängt laut Brinkmann von der Zahl der Infizierten im Spätsommer und Herbst ab, aber auch von Test- und Therapiemöglichkeiten, der Unterbrechung der Infektionsketten und – »unser aller Verhalten«.

Neue Gefahr ab Oktober

Man müsse, solange es keine Impfung gebe, mit einem Aufflackern der Infektionen etwa ab Oktober rechnen, sagte Wendtner. Möglicherweise werde es dann nicht mehr wie derzeit Hotspots geben, sondern das Virus werde sich flächendeckend ausbreiten. »Wir werden Covid-19 weiter in das Jahr 2021 tragen.« Ob all die für dieses Jahr abgesagten oder auf das nächste Jahr verschobenen Veranstaltungen von den Olympischen Spielen bis zum Oktoberfest dann stattfinden können, sei offen. Schulz forderte jedenfalls: »Abstand, Abstand, Abstand.«

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