Warzen sind meist harmlos und verschwinden oft von selbst. Dennoch empfinden viele sie als lästig oder unansehnlich – manche jucken oder schmerzen sogar. Um sie loszuwerden, gibt es drei wirkungsvolle Methoden.Ursachengutartige, infektiöse Hautwucherungverursacht durch humane Papillomaviren (HPV)Übertragung via Kontakt- oder SchmierinfektionViren dringen über kleinste Hautverletzungen ein und regen Zellen zur übermäßigen Teilung an.Hohe Selbstheilungsquote: häufig heilen sie von alleine aus, insbesondere bei Kindern.Ein Fall für die SelbstmedikationVulgäre Warze: stecknadelkopf- bis erbsengroß, raue Oberfläche; meist an Finger-, Handrücken oder Nagelwall (häufigste Form)Dornwarze: Unterform der vulgären Warze, wächst in die Tiefe; meist an Fußsohlen/Fersen, kann beim Gehen schmerzenFlachwarzen: klein, hautfarben bis bräunlich; vorwiegend im GesichtMosaikwarzen: weiß, stecknadelkopfgroß, treten in Gruppen an den Fußsohlen aufPinselwarzen: sehr klein und fransig, häufig im GesichtEin Fall für die ärztliche PraxisAlterswarzen: auch seborrhoische Keratose genannt, benigner HauttumorStilwarzen: gutartige BindegewebswucherungDellwarzen: warzenähnliche, fleischfarbene Hautknötchen mit zentraler Delle, aus der infektiöse Flüssigkeit austreten kann (ausgelöst durch ein Pockenvirus)KeratolyseSalicylsäure-haltige Tinkturen (wie Verrucid®) oder Pflaster (wie Guttaplast®) sowie Kombinationen mit Milchsäure (wie Clabin® plus, Duofilm® Lösung) lösen die oberste Hornschicht ab.Lösungen je nach Präparat ein- bis mehrmals täglich punktuell auftragen.Pflaster passgenau zuschneiden, gegebenenfalls mit zusätzlichem Pflaster fixieren; alle zwei bis vier Tage wechseln.Umliegende Haut mit Zinkpaste oder Vaseline schützen.Vor erneuter Anwendung Haut im Seifenbad aufweichen und gelöste Hautschicht vorsichtig entfernen, beispielsweise mit einer Einwegfeile.VerätzungAmeisensäure (wie End Warts® classic Lösung), Monochloressigsäure (wie Acetocaustin® Lösung) oder Trichloressigsäure (wie Wartner® Stift)Einmal wöchentlich punktuell auftragen, umliegende Haut mit Vaseline oder Zinkpaste schützen.Die Säure zerstört die oberste Hornschicht der Warze, die sich nach und nach abschält.Nebenwirkungen wie Rötungen, Brennen der Haut sowie Narbenbildung sind häufiger als unter Keratolyse-Behandlung.Anschließend Wundheilung mit Dexpanthenol-haltiger Salbe unterstützen.VereisungSprays mit Dimethylether-Propan-Gemisch (wie Wartner® Spray gegen Warzen) oder Distickstoffmonoxid (wie End Warts Freeze)Anwendung mittels Schaumstoffapplikator oder MetallspitzeKältereiz (–50 °C bis –80 °C) erzeugt Bläschen unter der Warze, die nach circa zwei Wochen abfällt.Darunter bildet sich neue, gesunde Haut.Einmalige Anwendung meist ausreichend.Bei hartnäckigeren Warzen, etwa bei Dornwarzen an den Füßen: erneute Anwendung im Abstand von zwei Wochen bis zu dreimal möglich.nicht auf empfindlicher, sehr dünner oder verletzter HautKeine Selbstmedikation beiKindern unter vier Jahrenimmunsupprimierten PatientenPatienten mit Durchblutungs- oder Wundheilungsstörungen wie Diabetiker, Raucher oder Menschen mit arterieller VerschlusskrankheitWarzen im Gesicht, Hals, Anal- oder Genitalbereich (Feigwarzen)blutenden, behaarten, sehr großen, stark schmerzenden oder sehr vielen Warzenwiederkehrenden Warzen nach erfolgloser Behandlung