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Beratung kompakt
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Zähne zeigen mit Fluorid

Fluorid und Zahngesundheit ist diesmal das Thema unserer neuen Beratungsserie. Was ist angemessen, was zu viel und wer braucht eine Extraportion des Spurenelements?
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 25.02.2025  08:30 Uhr

Gegen Karies und für starke Knochen

  • Fluorid wird in den Zahnschmelz eingelagert und unterstützt den Einbau von Calciumphosphat (Remineralisierung).
  • In Zahncreme oder -gel enthaltene Fluoride bilden auf den Zähnen eine Schutzschicht aus Calciumfluorid.
  • Fluoride stören den Stoffwechsel der Kariesbakterien.
  • Der Einbau von Fluorid-Ionen in die Knochenmatrix führt dazu, dass diese größer, weniger löslich und widerstandsfähiger gegen den Abbau durch Osteoklasten wird.
  • Fluorid fördert das Wachstum und die Vermehrung der knochenbildenden Osteoblasten.

Tabletten oder Zahncreme?

  • vor dem Zahndurchbruch: Tabletten mit 0,25 mg Fluorid (in Kombination mit 400-500 I.E. Vitamin D), Einbau in den Zahnschmelz während der Zahnbildung
  • ab dem ersten Zahn bis zum 1. Geburtstag: fluoridhaltige Zahncreme oder Zahncreme ohne Fluorid plus Fluoridtabletten
  • Generell gilt: Fluoridtabletten und fluoridhaltige Zahncreme nicht gleichzeitig verwenden
    ab dem 1. Geburtstag: fluoridhalte Zahncreme
  • Durch Verschlucken der Zahncreme nehmen Kleinkinder etwa genauso viel Fluorid auf wie durch Tabletten oder fluoriertes Speisesalz.

Zahncreme richtig dosieren

  • ab dem ersten Zahn bis zum 2. Geburtstag: zweimal täglich reiskorngroße Menge Kinderzahncreme mit 1000 ppm Fluorid
  • Kinder zwischen 2 und 6 Jahren: zweimal täglich, erbsengroße Menge Kinderzahncreme mit 1000 ppm Fluorid
  • Kinder ab 6 Jahren: zweimal täglich, 1,5 bis 1 cm langer Strang Kinderzahncreme mit 1400 ppm
  • Erwachsene: zweimal täglich, 1,5 bis 1 cm langer Strang Zahncreme mit 1400 ppm

Wer braucht mehr Fluorid?

  • Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene mit erhöhtem Kariesrisiko: einmal wöchentlich 1,25-prozentiges Zahngel; Fluoridlacke oder -gele zur Anwendung in der Zahnarztpraxis
  • Patienten mit freiliegenden Wurzeloberflächen (erhöhtes Wurzelkaries-Risiko): Zahncreme mit 5000 ppm Fluorid (verschreibungspflichtig)
  • wenn zusätzlich eine Zahnfleischentzündung besteht: ein- bis zweimal täglich Mundspüllösung mit 250 ppm Fluorid
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