Ob brüchig, weich oder farbig lackiert: Alle Nägel brauchen Pflege. Denn für ein gepflegtes Äußeres gehören schöne Hände und Füße dazu. Sie sind nicht nur ein ästhetisches Detail – sie spiegeln auch den Gesundheitszustand wider. Mit ein paar einfachen Handgriffen werden die Nägel zum Blickfang.
Die durchsichtige Nagelplatte ist der sichtbare Teil des Nagels, darunter liegt das Nagelbett.
Die Nagelmatrix ist die Wachstumszone des Nagels am Nagelansatz. Sie wird durch die Nagelhaut vor Keimen und Austrocknung geschützt.
Schneiden, knipsen oder feilen
Kürzen: unbedingt auf scharfe Schere oder Knipser achten – stumpfe Werkzeuge sind nicht geeignet;
Fußnägel gerade schneiden, um Einwachsen zu vermeiden.
Formen und glätten: Mit Glas- oder Sandblattfeile in eine Richtung feilen; Hin- und Herbewegungen würden die Nagelkanten aufrauen; Metallfeilen nur für sehr harte Nägel geeignet.
Nagelhaut in Form
Überstehende Nagelhaut nicht abschneiden, sonst drohen Entzündungen.
Besser mit Wasser oder speziellem Nagelhautentferner (wie Nagelhautentferner-Stift von Artdeco®) aufweichen.
Anschließend mit Rosenholz- oder Gummistäbchen sanft zurückschieben.
Die richtige Pflege
Nagelcremes (wie Bio-H-Tin® Nagelcreme Plus oder Weleda® Citrus Hand- und Nagelcreme) oder
Nagelöle (wie Dr. Hauschka® Neem Nagelöl-Stift)
Inhaltsstoffe wie Panthenol, Biotin, Mandelöl oder Chitosan regenerieren rissige Nagelhaut, spenden Feuchtigkeit und stärken so den Nagel.
Mit kreisenden Bewegungen in Nagel und Nagelhaut einmassieren, regelmäßig anwenden.
Weiche oder brüchige Nägel
Mangel an Nährstoffen wie Biotin, Zink, Eisen, Calcium, Vitamin-A- oder B-Komplex möglich; bei Verdacht ärztlich abklären lassen.
Auch systemische Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- oder unterfunktion sowie Hauterkrankungen wie Psoriasis können dahinterstecken, genauso wie Phasen der hormonellen Umstellung wie in den Wechseljahren.
Nagelhärter mit Formaldehyd stärken den Nagel durch Reaktion mit Keratin (wie Mirical Nails®); in Nagellacken ist eine maximale Konzentration von 5 % Formaldehyd erlaubt.
Alternativ dazu gibt es mit Proteinhydrolysaten (wie in Isdin Si-Nails®), Alaun, Alpha-Hydroxysäuren (AHA) oder Kieselsäure.
Wasserlösliche, glanzfreie Lacke mit Silicium (wie Sililevo®) mineralisieren den Nagel – ideal abends anzuwenden.
Und für alle, die es bunt mögen: Mit Silicium-haltigen Lacken (wie Toleriane Nagellack von La Roche Posay) kommt Farbe mit ins Spiel.
Nagelrillen – was hilft?
Meist altersbedingte Erscheinung durch langsameres Nagelwachstum und verminderter Durchblutung der Nagelmatrix oder Mangelerscheinungen.
Rillen nicht abfeilen.
Rillenfüllerlacke (wie von Artdeco®) gleichen Unregelmäßigkeiten aus.
Nagel und Nagelhaut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen, gegebenenfalls Biotin (wie Bio-H-Tin® Vitamin H) oder Kieselsäure (Sikapur®) supplementieren.
Richtig lackieren
Nicht direkt nach dem Baden: Langes Einweichen macht Nägel weich und anfällig.
Vor dem Lackieren mit Wasser und milder Seife entfetten.
Unterlack schützt und glättet, Überlack mit UV-Schutz verhindert Vergilbung.
Nagellackentferner ohne Aceton und Alkohol verwenden.
Gut geschützt
Wasser- und Reinigungsmittelkontakt sowie Lösungsmittel weichen die Nagelsubstanz auf.
Zum Schutz Gummihandschuhe anziehen, bei Schwitzen: Baumwollhandschuhe darunter tragen.
Alternativ können Hautschutzsalben (wie Excipial ® Protect oder Bode Baktolan® protect) helfen.