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Irrtümer zur Organspende
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Zustand des Organs entscheidet – nicht das Alter

Unverändert glauben viele Menschen, ihre Organe im Ernstfall nicht spenden zu können, weil sie zu alt seien oder bereits Vorerkrankungen hätten, berichtet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in einer Pressemitteilung. Ein Trugschluss.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 24.09.2026  12:00 Uhr

Um herauszufinden, was Menschen davon abhalten kann, ihre Organe im Todesfall zu spenden, führte das BIÖG eine repräsentative Umfrage durch. Demnach ging rund die Hälfte der Befragten irrtümlicherweise von einer oberen Altersgrenze für eine Organspende aus, schreibt das Institut. »Jeder fünfte Befragte zwischen 56 und 75 Jahren gibt sogar an, aus diesem Grund bisher keine Entscheidung für oder gegen eine Organspende getroffen zu haben.«

Um über diesen und weitere Irrtümer über die Organspende aufzuklären, hat das BIÖG eine neue Broschüre mit dem Titel »Organspende. Ihre Entscheidung kennt kein Alter« verfasst, die im Shop des Instituts bestellbar ist oder die man sich als PDF herunterladen kann.

Entscheidend für eine Organspende sei der Zustand der Organe einer verstorbenen Person, weshalb es kein allgemeines Höchstalter zum Spenden gebe, so das BIÖG. 91 Jahre alt war 2025 die älteste Person, die ein Organ gespendet hat. Im Einzelfall entscheiden Ärztinnen und Ärzte unabhängig vom Alter der Verstorbenen, ob sich deren Organe für eine Transplantation eignen. Dabei retten die Organe älterer verstorbener Menschen häufig wiederum auch ältere kranke Menschen. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa akute Infektionen oder ein aktives Tumorgeschehen, spielt es auch keine Rolle, ob bereits Vorerkrankungen vorliegen.

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