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Spinnenphobie
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Zwei Ängste mit einer Klappe

Wer schon beim Gedanken an eine Spinne in Panik gerät, kann durch eine Expositions-Therapie seine Angst in den Griff bekommen. Laut einer Studie könnte sich damit gleichzeitig auch eine Höhenangst lindern lassen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 09.09.2024  08:00 Uhr

Die Konfrontation mit dem Auslöser ist eine wirksame Behandlungsmethode bei einer Angststörung. Dabei stellen sich die Betroffenen unter psychotherapeutischer Begleitung der angstauslösenden Situation oder dem entsprechenden Reiz und lernen so, mit der Angst umzugehen. »Lange Zeit ging man davon aus, dass bei mehreren Ängsten entsprechend auch mehrere, auf die Angst zugeschnittene Expositionen nötig sind«, sagt Iris Kodzaga, Erstautorin der Studie. Die Ergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass verschiedene Ängste nicht zwangsläufig eine spezifische Therapie erfordern.

Offenbar ist die Expositions-Therapie mehrfach wirksam. In die Studie eingeschlossen wurden 50 Patienten, die sowohl unter Spinnenangst litten als auch bei großen Höhen in Panik gerieten. Erhielten sie eine Therapie, die gezielt auf die Spinnenphobie zugeschnitten war, nahm auch die Höhenangst durchschnittlich um 15 Prozent ab. Die Entdeckung eröffnet laut Studienautoren neue Perspektiven für die Behandlung von Ängsten. »Es könnte bedeuten, dass wir Therapieansätze überdenken und möglicherweise universellere Methoden entwickeln können«, resümiert Kodzaga.

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