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Selfcare für PTA
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Zwischen Handverkauf & Hashtags

Dranbleiben, mit der Zeit gehen, nicht einschüchtern lassen, Dinge hinterfragen, Mut für Neues und sich an Menschen orientieren, denen man vertraut: Die Berlinerin Simone Metzler, auf Instagram als simi_pta unterwegs, erklärte bei der Expopharm, warum PTA ihr Traumberuf ist und warum sie keine Angst vor der Zukunft hat.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 22.09.2025  15:54 Uhr

Digitale Welt hinterfragen

Simi ist wichtig, dass innerhalb der Apotheke alle Berufsgruppen Hand in Hand arbeiten. Dazu seien Respekt und Wertschätzung gegenüber den anderen essenziell. Schließlich funktioniere ein Team nicht von allein. Für einen besseren Austausch untereinander gab es zum ersten Mal bei der Expopharm eine Plattform eigens für PKA, unterstützt von der Adexa, bei der Simi einige Talkrunden leitete.

Dass für einen effizienten Apothekenalltag ein gut funktionierendes Team zusammenarbeiten muss, zeige sich etwa bei den pharmazeutischen Dienstleistungen, erklärte Simi. »Das muss organisiert werden. Die PKA können zum Beispiel die Organisation leiten, die Termine vergeben und verwalten. Es baut alles aufeinander auf. Und dann brauchen wir die Technik, um Medikationspläne zu erstellen.«

Freilich werde die Arbeitswelt immer digitaler und auch die Künstliche Intelligenz (KI) halte immer mehr Einzug vor allem bei diversen Softwarefirmen. Simi sprach von etwas Unbehagen, das bei ihr die KI hervorrufe. Dennoch bezeichnete sie die KI als förderlich für die Qualität der Beratung, wenn sie als »unterstützendes Element, zum Beispiel als Erinnerungshilfe, eingesetzt wird«. Man müsse freilich lernen, damit umzugehen und »dürfe nicht alles glauben, was in der digitalen Welt erzählt wird«. Wer heutzutage den PTA-Beruf erlernt, bekomme bereits während der Ausbildung Know-how in Sachen digitale Tools mit.

Brenzlige Situationen

Die Ausbildung habe sich im Laufe der Zeit sehr verändert, sei weniger theoretisch geworden. Glücklicherweise liege der Fokus jetzt mehr auf der Kommunikation und der Mensch stehe im Mittelpunkt. Simi berichtete von kleinen Handoffizinen an den PTA-Schulen, mit deren Hilfe konkrete Beratungsszenen im OTC-Bereich oder der Rezeptannahme spielerisch geübt werden können. »Das ist gut so: Denn im Handverkauf sein Wissen an den Patienten weiterzugeben, ist eine ganz andere Sache, als an der Schule etwa für das Galenik- und Chemielabor zu lernen. Zu verbalisieren muss geübt werden.«

Erst im Laufe der Zeit könne es gelingen, selbstbewusst und diplomatisch ins Kundengespräch zu gehen. Für die Anfänge rät Simi, immer einen routinierten Kollegen dazuzuholen. So komme man aus brenzligen Situationen wie »Internet-Preiskampf-Geschichten« wieder besser raus. Die erfahrene PTA weiß: »Wenn man gut beraten hat und engagiert bei der Sache war, kommen selbst Mecker-Kunden nach einem kleinen Clinch nach einer Weile wieder.«

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