Bei FSME reichen die Symptome von einer grippeähnlichen Erkrankung bis zur Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Etwa zehn Tage nach dem Stich können bei einer FSME-Infektion grippeähnliche Symptome auftreten. Bei rund einem Drittel der Patienten kommt es nach einer vorübergehenden Besserung zu einem erneuten Fieberanstieg und einer zweiten Krankheitsphase.
Bei leichten Verläufen klagen die Betroffenen vor allem über starke Kopfschmerzen, bei schwereren Fällen sind auch Gehirn und Rückenmark beteiligt. Es kommt etwa zu Koordinationsstörungen, Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen sowie Bewusstseinsstörungen und epileptischen Anfällen. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, können nur die Symptome therapiert werden. Bei rund 1 Prozent der Erkrankten verläuft die Infektion tödlich.
Gegen FSME gibt es keine ursächlich wirkenden Medikamente, aber eine Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diese für Menschen, die in FSME-Gebieten gegenüber Zecken exponiert sind oder beruflich gefährdet sind. Auch bei Reisen in Risikogebiete, auch außerhalb Deutschlands, und möglicher Zeckenexposition vor Ort wird die Impfung empfohlen.
Das RKI hat aktuell zwei neue Risikogebiete für die von Zecken übertragene Krankheit FSME bestimmt. Hinzu kommen der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt, wie es im aktuellen »Epidemiologischen Bulletin« heißt. In diesem wurde die neue Karte mit den Risikogebieten veröffentlicht. Insgesamt gibt es damit in Deutschland 185 FSME-Kreise.
Um gar nicht erst gestochen zu werden, können bestimmte Maßnahmen helfen, wenn man sich in einem Gebiet mit möglicher Zeckenexposition aufhält, zum Beispiel beim Wandern: