Hasel-, Birke-, Erle- oder vielleicht schon ein paar Gräserpollen? Oder sind es die Katzen- und Hundehaare, die die Nase kitzeln? Die Auswahl an allergieauslösenden Stoffen ist groß. Gut, dass lokal wirkende Antihistaminika schnelle Linderung bringen können.
Hinweis: bei bronchialen Symptomen ist ärztliche Abklärung erforderlich
Wirkprinzip
verdrängen Histamin kompetitiv am H1-Rezeptor
wirken als inverse Agonisten: Rezeptor wird in inaktiven Zustand versetzt
unterdrücken Juckreiz, Rötung, Schwellung und Sekretion
symptomlindernd, keine kausale Therapie
Mastzellstabilisierende Wirkung: Azelastin, Olopatadin und Ketotifen hemmen zusätzlich die Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus aktivierten Mastzellen
Wann ist eine lokale Therapie sinnvoll?
akute, lokal begrenzte Symptome von Augen oder Nase
nasale Obstruktion wird durch topische Anwendung oft besser reduziert als mit oralen Antihistaminika
Hinweis: frühzeitige Anwendung für optimale Wirkung, damit noch nicht so viele Rezeptoren durch Histamin besetzt sind
durch lokale Applikation kaum systemische Nebenwirkungen
Anwendung
schneller Wirkeintritt: bei Azelastin und Levocabastin circa 15 Minuten; bei Ketotifen und Olopatadin (Augentropfen) circa drei Minuten
Wirkdauer: etwa 12 Stunden, meist zweimal tägliche Anwendung
während der Allergiesaison bei Bedarf anwenden, sobald Symptome auftreten
Anwendung: vor Gebrauch die Nase putzen, Kopf leicht nach vorne neigen und anderes Nasenloch zuhalten, beim Sprühen leicht einatmen
nach Gebrauch Pumpvorrichtung abwischen
Azelastin: bitterer Geschmack möglich, kann durch korrekte Kopfhaltung beim Sprühen vermindert werden
Levocabastin: Suspension vor Anwendung aufschütteln
Alternativ: Nasensprays mit Glucocorticoiden (etwa Beclometason, Mometasonfuroat, Fluticason) oder Cromoglicinsäure; in beiden Fällen Wirkeintritt verzögert (mehrere Stunden bis Tage)