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Kindersichere Blister
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Apotheken melden Qualitätsmängel

Bei den kindersicheren Blistern einiger Methylphenidat-haltiger Arzneimittel traten Schwierigkeiten auf: Sie ließen sich selbst unter Kraftanwendung nicht richtig öffnen. Apotheken meldeten die Mängel an die AMK.
AutorKontaktABDA
AutorKontaktPZ
Datum 09.07.2025  15:30 Uhr

Korrekte Entnahme erklären

Laut AMK hat Zentiva in Aussicht gestellt, die Öffnungseigenschaften der Blister durch spezifische Korrektur- und Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Insbesondere soll die Siegeltemperatur überprüft und mit Unterstützung des Folienherstellers die optimale Versiegelungskonfiguration ermittelt werden. »Meldungen hingegen, in denen versucht wurde, Kapseln durch die Blister-Folie zu drücken, stuft die Firma nicht als Qualitätsmangel, sondern als Anwendungsfehler ein«, berichtet die AMK. Zentiva verweist hier auf die Beachtung der Packungsbeilage zur korrekten Entnahme.

Die AMK moniert jedoch, dass der auf der Faltschachtel angebrachte Hinweis »Packungsbeilage beachten. Die Kapsel nicht aus dem Blister herausdrücken.« von den betroffenen Personen leicht übersehen werden könne und empfiehlt, den Hinweis besser sichtbar auf der äußeren Umverpackung anzubringen. Eine farbliche Markierung der Abziehlaschen könne die Handhabung zudem verbessern.

Die AMK rät dem pharmazeutischen Personal, bei der Abgabe auf mögliche Schwierigkeiten bei der Entnahme hinzuweisen und die Handhabung kindergesicherter Verpackungen gezielt in die Beratung einzubeziehen. Besonderes Augenmerk sollte hier auf einer fachlichen Beratung zur sachgemäßen Öffnung der Blister-Näpfe liegen. Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit kindersicheren Verpackungen sind unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.

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