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Radon-Belastung
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Auch im Winter regelmäßig lüften

Ist es kalt draußen, bleiben die Fenster oftmals länger zu. Doch dadurch kann sich Radon, ein potenziell tödliches Gas, stärker anreichern. Strahlenschutz-Experten raten zu Messungen gerade jetzt im Winter.
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Datum 29.01.2026  09:00 Uhr

Was tun, wenn der Wert hoch ist?

Regelmäßiges Stoßlüften durch weit geöffnete Fenster reduziert die Radonkonzentration im Erdgeschoss schnell. Kellertüren sollten nach Empfehlung von Experten geschlossen und abgedichtet sein. Abdichten sollte man zudem Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Kabelschächte im Boden oder an Wänden des Erdgeschosses mit Erdkontakt. In Einzelfällen wird eine Art Drainage unter dem Boden des Hauses oder spezielle Lüftungsanlagen empfohlen. Für Neubauten oder Sanierungen gibt es gasdichte Bodenplatten oder Radon-Sperrfolien.

Wenig Radon – alles gut?

Auch mit wenig Radon im Raum sollte man auf gute Durchlüftung auch im Winter achten, wie Experten betonen. Das Gas ist nur einer von zahlreichen Schadstoffen, die die Raumluft belasten und gesundheitliche Risiken bergen. Dazu zählen etwa Formaldehyd aus Möbeln und Klebstoffen, Weichmacher aus Bodenbelägen und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Holzschutzmitteln. Hinzu kommen sogenannte volatile organische Verbindungen (VOCs) aus Farben, Kosmetikprodukten und Putzmitteln.

Solche Giftstoffe können unter anderem Krebs verursachen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder ungeborenes Leben schädigen. Europäer verbringen Experten zufolge heutzutage im Mittel rund 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Entsprechend viel Relevanz haben Giftstoffe in der Raumluft. Pro Tag atmet ein Mensch rund 10 bis 20 Kubikmeter Luft ein.

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