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Ernährung kurz & knackig
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Augengesundheit – warum buntes Essen die Sehkraft unterstützt

Viele denken bei Augengesundheit vor allem an regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Doch auch die Ernährung spielt eine Rolle: Bestimmte Nährstoffe unterstützen die Sehfunktion und können möglicherweise dazu beitragen, das Fortschreiten chronischer Augenerkrankungen zu verlangsamen.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 17.10.2026  09:00 Uhr

Karotten gelten dabei als die Klassiker für gesunde Augen. Doch für die Sehkraft ist mehr entscheidend als ein einzelnes Gemüse: Vor allem grünes Blattgemüse, buntes Obst, Fisch und pflanzliche Öle liefern Nährstoffe, die das Auge benötigt.

Diese Nährstoffe brauchen die Augen

  • Carotinoide Lutein und Zeaxanthin: Bilden das Makulapigment, das die Zellen vor Lichteinwirkung schützt und zur Sehfunktion im Dunkeln beiträgt. Da der Körper die Carotinoide nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden.
  • Vitamine A, C und E: Übernehmen wichtige Funktionen für die Augen und tragen unter anderem zum Schutz der Zellen bei.
  • B-Vitamine und Folsäure: Gehören ebenfalls zu den wichtigen Nährstoffen für die Augengesundheit.
  • Omega-3-Fettsäuren: Sind wichtige Nährstoffe für die Augen.
  • Zink und Selen: Unterstützen wichtige Vorgänge im Körper. Zink hat unter den Mineralstoffen eine besondere Bedeutung für die Augen.
  • Curcumin und Resveratrol: Diese Mikronährstoffe übernehmen zellschützende Funktionen und können an Reparatur- und Regenerationsvorgängen beteiligt sein.

Mini-Wissen: Kann Ernährung Augenerkrankungen verhindern oder verlangsamen?

Eine ausgewogene Ernährung kann Augenerkrankungen weder sicher verhindern noch heilen. Studien deuten jedoch darauf hin, dass sie sich günstig auf den Verlauf der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), der diabetischen Retinopathie und möglicherweise auch des Grünen Stars auswirken kann. Einzelne Nährstoffe lassen sich dabei nur schwer isoliert betrachten.

Das gilt auch für Curcumin aus Kurkuma und Resveratrol aus Weintrauben, die wegen ihrer möglichen zellschützenden Eigenschaften untersucht werden. Ob sie die Augengesundheit tatsächlich verbessern oder das Fortschreiten von Augenerkrankungen bremsen, ist bislang nicht ausreichend belegt. Nahrungsergänzungsmittel sind deshalb nicht pauschal empfehlenswert.

Alltags-Boost

So kommt mehr Augenfutter auf den Teller:

  • Grünes Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl sowie Brokkoli und Mais (für Lutein, Zeaxanthin, Folat, Vitamin A aus Beta-Carotin)
  • Buntes Gemüse und Obst wie Karotten, Süßkartoffeln, Paprika, Zitrusfrüchte und Beeren (für Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A, Vitamin C, Resveratrol)
  • Fettreicher Fisch wie Hering, Makrele und Sardinen (für Omega-3-Fettsäuren, Selen)
  • Pflanzliche Öle, Nüsse und Samen, beispielsweise Rapsöl, Walnüsse und Leinsamen (für Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren)
  • Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, beispielsweise Haferflocken, Vollkornbrot und Linsen (für B-Vitamine, Folat, Zink)
  • Eier und Milchprodukte (für Vitamin A, B-Vitamine, Zink und Selen)
  • Kurkuma und Weintrauben (für Curcumin beziehungsweise Resveratrol)
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