In den meisten Fällen handelt es sich um Muskelverspannungen. Bei starken Schmerzen, die Bewegung fast unmöglich machen, sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. / © Adobe Stock /My Ocean studio
Rücken-Experten können für die allermeisten Fälle aber Entwarnung geben. »Schmerz ist ein Warnsignal, aber er ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer strukturellen Schädigung«, so Professor Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).
Der Großteil der Kreuzschmerzen gilt als nicht spezifisch. Das heißt: Dahinter steht keine gefährliche Ursache wie ein Bruch, ein Bandscheibenvorfall oder ein Tumor. Das deutlich wahrscheinlichere Szenario ist, dass Muskeln und Bänder empfindlich auf Bewegungsmangel, monotone Belastungen oder ungewohnte Aktivitäten reagiert haben – und nun verspannt sind.
Was also tun, wenn es im Rücken zieht? Wer Bewegung vermeidet und sich etwa auf Sofa oder Bett zurückzieht, riskiert, dass sich die Beschwerden verstärken. Längere Schonung erhöht der DGOU zufolge das Risiko dafür, dass die Schmerzen chronisch werden.
Denn der Rücken ist für Bewegung gemacht. Die Rücken-Experten raten, mit dem Alltag und auch mit körperlicher Aktivität – soweit es die Beschwerden zulassen – weiterzumachen. Gut eignen sich jetzt auch Spaziergänge.
Und auch über Übungen wie »Katze – Kuh« freut sich der untere Rücken.
Die Katze: Rücken gerundet, Kinn zur Brust. / © Getty Images/Koldunov
So geht’s:
Was noch eine Wohltat sein kann: bei Kreuzschmerzen auf den Rücken legen und die Beine hochlegen, etwa auf einem Sofakissen.
Auch wenn die meisten Rückenschmerzen nicht gefährlich sind: In einigen, wenigen Fällen steht doch eine ernste Ursache dahinter. Warnzeichen, die eine ärztliche Abklärung erforderlich machen, sind laut der DGOU unter anderem: