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Fortbildung
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Blutdruckkontrolle als pharmazeutische Dienstleistung

»Hypertonie ist eine Volkskrankheit, doch jeder zehnte Betroffene mit der Diagnose erhält keine Therapie oder erreicht seine Werte nicht«, sensibilisierte Dr. Christian Ude, Präsident der Landesapothekerkammer Hessen (LAK), bei der zentralen Fortbildung in Gießen.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 26.11.2025  16:00 Uhr

Blutdruckmessung in der Apotheke

Im Rahmen der Verlaufskontrolle könne die Blutdruckmessung in der Apotheke empfohlen werden. Jeder, der länger als 14 Tage ein Antihypertensivum einnimmt, hat alle zwölf Monate Anspruch auf die pharmazeutische Dienstleistung (pDL). Auch nach einer neuen Verordnung oder Dosisanpassung sei eine Messung sinnvoll.

Tipp von Ude: »Immer, wenn sich im Gespräch die Möglichkeit ergibt, mit einfachen Fragen nachhaken: ›Wie sehen Ihre Werte aus?‹ oder ›Funktioniert alles mit den Medikamenten?‹« Die Messung müsse nicht im Beratungszimmer erfolgen, sondern könne in einer Sitzecke in der Offizin stattfinden. »So können Sie den Patienten direkt vom Gespräch ohne großen Aufwand platzieren«, erklärte er. Jeder zusätzliche Aufwand erhöhe die Hemmschwelle.

Für die Zukunft wünscht sich Ude, dass die pDL konsequent weiterentwickelt wird – auch als Screening, um den Anteil unerkannter Hypertonien zu senken.

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