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Welt-Sepsis-Tag
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Blutvergiftung ist katastrophale Kettenreaktion

»Horror autotoxicus« nannte Paul Ehrlich die Sepsis, da er wusste, wie machtlos Ärzte der Erkrankung oft gegenüberstehen. Auch heute noch gehört die umgangssprachlich als Blutvergiftung bezeichnete Komplikation einer Infektion zu den häufigsten Todesursachen. Die Überlebenschancen steigen, wenn der Notarzt rechtzeitig gerufen wird.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 13.09.2023  12:30 Uhr

Risiko und Prävention

Besonders gefährdet, eine Sepsis zu entwickeln, sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie Schwangere, Früh- und Neugeborene, Krebserkrankte, hochbetagte und immunsupprimierte Menschen, Personen mit Implantaten, Verweilkathetern, Diabetes mellitus oder Leberzirrhose. Als weitere Risikofaktoren gelten Mangelernährung, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Druckgeschwüre und Alkohol- sowie Drogenmissbrauch.

Um einer Infektion vorzubeugen und damit das Risiko für das Auftreten einer Sepsis zu minimieren, empfehlen Experten folgenden Maßnahmen:

  • Hygienestandards einhalten, insbesondere das regelmäßige und gründliche Waschen der Hände
  • sorgfältiger Umgang mit Wunden und entzündeten Insektenstichen
  • Aufmerksamkeit und gegebenenfalls ärztliche Behandlung bei Infektionen
  • korrekte Einnahme der vom Arzt verordneten Antibiotika
  • konsequente Behandlung von chronischen Krankheiten (zum Beispiel Diabetes)
  • gesunde Lebensweise
  • Impfungen entsprechend der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO), etwa gegen Influenza, Pneumokokken oder Covid-19
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