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Zahnpflege
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Das bringen Mundspülungen – wenn man sie richtig anwendet

Zähneputzen? Ist erledigt. Doch damit ist die Mundhygiene in vielen Badezimmern noch längst nicht abgeschlossen. Für so manchen gehört jetzt der Griff zur Mundspülung fest dazu – und sei es nur für den herrlich frischen Atem danach. Doch was bringen die grünen, blauen oder rötlichen Wässerchen? Und wie sollte man sie anwenden, damit sie am allerbesten wirken? Ein Zahnmedizin-Professor und eine Expertin der Stiftung Warentest antworten.
AutorKontaktdpa
Datum 22.01.2025  10:00 Uhr
Das bringen Mundspülungen – wenn man sie richtig anwendet

Mundspüllösungen gibt es – im Gegensatz zu Mundwässern, die man mit Wasser verdünnen muss – gebrauchsfertig im Supermarkt, der Drogerie oder Apotheke zu kaufen. Sie werben mit ihrem Schutz gegen Zahnfleischbluten oder Zahnbeläge.

Und tatsächlich können sie »eine sehr sinnvolle Ergänzung der Mundhygiene sein«, so Professor Stefan Zimmer. Er ist Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke und Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe. Die antibakteriellen Wirkstoffe in Mundspüllösungen seien gut gegen Zahnfleischbluten, dank des enthaltenen Fluorids werde die Zahnoberfläche widerstandsfähiger gegen Säuren.

Das heißt aber keinesfalls, dass man sich andere Schritte der Zahnpflege sparen kann. Mundspüllösungen ersetzen nämlich nicht die Zahnbürste. Was ebenfalls zu täglichen Mundhygiene gehört: eine fluoridhaltige Zahnpasta und Hilfsmittel, um die Zahnzwischenräume zu reinigen, Zahnseide oder Interdentalbürsten zum Beispiel.

Doch: »Wir wissen, dass diese Hilfsmittel vielen Menschen Schwierigkeiten in der Handhabung bereiten und deshalb oft nicht ihren vollen Nutzen entfalten«, sagt Stefan Zimmer. In solchen Fällen könnten Mundspüllösungen genauso effektiv sein wie Zahnseide. Besonders empfehlenswert sind Mundspülungen für Menschen, die aus motorischen oder medizinischen Gründen mit Zahn- oder Interdentalbürste nicht mehr gründlich und zuverlässig arbeiten können und auch für Personen mit erhöhtem Kariesrisiko. »Ganz essenziell sind Mundspülungen auch für Teenager mit festsitzenden Zahnspangen«, sagt Lea Lukas von der Stiftung Warentest.

Wie werden Mundspülungen angewendet?

Die Anwendung von Mundspüllösungen ist einfach. Mit der auf der Verpackung angegebenen Menge – oft zehn Milliliter – sollte der Mund für 30 Sekunden ausgespült werden.

Dabei kommt es auf die richtige Technik an: »Viele Leute denken, es wäre gut, mit Mundspüllösungen zu gurgeln, aber das bringt nicht viel«, erklärt Stefan Zimmer. Statt im Rachen solle die Lösung an den Zähnen wirken, weshalb man sie im Mund hin und her bewegen sollte. »Man sollte auch versuchen, die Lösung zwischen den Zähnen hindurchzupressen, sodass sie in den Zahnzwischenräumen wirken kann«, sagt der Zahnmediziner.

Danach: gründlich ausspucken. »Es ist ganz wichtig, das Produkt nicht zu schlucken. Nach dem Ausspucken sollte aber auch nicht mit Wasser nachgespült werden«, sagt Lea Lukas. Je nach Bedarf empfehlen die Experten Mundspüllösungen ein- bis zweimal täglich anzuwenden.

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