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Rhinologika
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Die Alternativen zum abschwellenden Nasenspray

Ohne Frage bieten Nasensprays und -tropfen mit Dekongestiva schnelle Hilfe bei verstopften Nasen. Doch nicht für jeden ist ein klassisches sympathomimetisches Präparat das Mittel der Wahl. Welche Alternativen gibt es – ganz ohne Abhängigkeitspotenzial?
AutorKontaktElke Wolf
Datum 30.01.2026  08:00 Uhr

Salze zum Lösen ….

Doch Salze für die Nase können noch mehr, wie jüngere Forschungsergebnisse zeigen: Danach sind iso- und hypertone Salzlösungen sogar in der Lage, die Infektionsdauer um rund zwei Tage zu verkürzen. Der Pädiatrieprofessor Dr. Steve Cunningham von der Universität Edinburgh erklärte die Wirkung der Salze beim  Kongress der Europäischen Atemwegsgesellschaft im vergangenen Jahr so: »Chlorid wird von den Zellen, die die Nase und die Luftröhre auskleiden, verwendet, um in den Zellen hypochlorige Säure zu produzieren, die sie zur Abwehr einer Virusinfektion verwenden. Wenn man zusätzliches Chlorid zuführt, hilft dies den Zellen, mehr hypochlorige Säure zu produzieren, was dazu beiträgt, die Virusreplikation zu unterdrücken, was wiederum die Dauer der Virusinfektion und damit die Dauer der Symptome verkürzt.«

Sowohl begleitend zu anderen Therapieoptionen als auch vorbeugend können Nasensprays oder -tropfen mit isotonischen Salzlösungen zum Einsatz kommen (wie Emser® Nasenspray oder Rhinomer® Nasenspray). Sie befeuchten die Nasenschleimhäute und unterstützen sie so in der Abwehr von Krankheitserregern (siehe Kasten). Zusätze wie Dexpanthenol (wie Nasic-cur® Nasenspray), Hyaluronsäure (wie Hysan® Hyaluronspray) oder Ectoin (wie Pari Protect® Nasenspray, Olynth® Ectomed) wirken ebenfalls regenerierend.

… und schnelleren Heilen

Isotonische Salzlösungen (zum Beispiel Emser® Nasenspülsalz) haben sich außerdem in Form von Nasenspülungen bewährt. Auf diese Weise lassen sich Sekret und Erreger aus Nase und Nebenhöhlen entfernen und gleichzeitig eine Befeuchtung der Schleimhäute erreichen.

Übrigens: Für eine verbesserte Nasenatmung sorgen auch Inhalationen von ätherischen Ölen wie Eukalyptus-, Minz-, Kamillen-, Fichtennadel- oder Latschenkiefernöl – entweder klassisch per Dampfbad oder als halbfeste Zubereitung auf Brust und Rücken aufgetragen (Wick VapoRub®, Transpulmin® oder Retterspitz® Erkältungsbalsam).

Eine spezielle Salzlösung mit dem Namen SaliNAC® ist erst seit Kurzem auf den Markt. Die 3-prozentige Kochsalzlösung enthält 6 Prozent N-Acetylcystein (NAC). Der Wirkstoff reduziert laut Herstellerangaben Disulfidbrücken zwischen den Mucinen, was die Viskosität des Sekrets reduzieren und dieses leichter fließbar machen soll.

Daneben haben sich mucoadhäsive Gele in Form von Nasensprays (Wick® Erste Abwehr Mikrogel-Spray, Algovir® Erkältungsspray) in der Abwehr von Erkältungserregern einen Namen gemacht. Die enthaltene Hypromellose beziehungsweise Carragelose aus der Rotalge soll das Anhaften der Viren an der Schleimhaut verhindern, sodass diese erst gar nicht ins Zellinnere eindringen können. Die Studienlage gibt dem mucoadhäsiven Prinzip recht: Beide gelbasierten Nasalia sind in der Lage, Drainage und Belüftung im Stirn- und Nasenbereich zu verbessern. Werden sie rechtzeitig angewendet, können sie den Krankheitsverlauf  um rund zwei Tage verkürzen.

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