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Nebenwirkungen, Impfschutz, Altersgrenze
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Die (angeblichen) Probleme mit Astra-Zeneca

Obwohl das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den Covid-19-Impstoff von Astra-Zeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna hält, liegt er an vielen Orten ungenutzt im Kühlschrank. Denn der Impfstoff von Astrazeneca hat ein Imageproblem. Eine Spurensuche – und Aufklärungsversuch.
AutorKontaktdpa/Katja Egermeier
Datum 09.03.2021  11:00 Uhr
Mehr Nebenwirkungen mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff?

Mehr Nebenwirkungen mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff?

Wie das PEI berichtet, sind für den Vektorimpfstoff mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet worden, als für die beiden mRNA-Impfstoffe. Daraus könne jedoch »nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden, da die erhöhte Melderate auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit für den Impfstoff und den unterschiedlichen Altersgruppen der geimpften Personen zusammenhängen könnte«, erklärt das PEI. Jüngere reagieren den Zulassungsstudien zufolge im Durchschnitt stärker auf Covid-19-Impfungen als ältere Personen.

Zudem seien viele Nebenwirkungen als »gefühlt schwerwiegend« gemeldet worden, obwohl es sich beispielsweise nur um vorübergehendes Fieber gehandelt habe. In Großbritannien etwa gibt es dem PEI zufolge keinen großen Unterschied bei den gemeldeten Nebenwirkungen der unterschiedlichen Impfstoffe. Die unerwünschten Reaktionen nach einer Impfung mit einem der drei Produkte seien »vor allem vorübergehende Lokalreaktionen und Allgemeinreaktionen«, so das PEI. Bei Astra-Zeneca seien vor allem Fieber, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden gemeldet worden. Diese seien auch in den klinischen Prüfungen vor der Zulassung berichtet worden. Insgesamt lässt dies darauf schließen, dass die vermehrt gemeldeten Nebenwirkungen eher an einem Nocebo-Effekt und nicht am Impfstoff liegen dürften.

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