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Sport und Diabetes
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Die Wirkung der Bewegung nutzen

Regelmäßige Bewegung hat viele positive gesundheitliche Aspekte und trägt bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes dazu bei, Folgeerkrankungen zu vermeiden. Mit der richtigen Planung bleibt der Blutzucker beim Sport im Normbereich.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 04.03.2026  16:00 Uhr

Aerob und anaerob

Bevor es mit Typ-1-Diabetes auf die Laufstrecke oder ins Fitnessstudio geht, ist etwas Planung gefragt. Beim Typ-1-Diabetes kann Bewegung den Blutzucker sowohl senken als auch erhöhen. Aerobe Ausdauerbelastungen führen meist zu einem Abfall des Glucosespiegels, während intensive anaerobe Belastungen durch Stresshormone eher zu einem Anstieg führen können. Patienten sollten deshalb wissen, wie ihr Blutzucker auf Bewegung und Nahrungszufuhr reagiert. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein und sogar von Tag zu Tag variieren. Hilfreich ist ein Tagebuch, in dem die Art der Aktivität, die Intensität des Trainings, die Tageszeit sowie das zugeführte Insulin und die Veränderung des Blutzuckers unter Belastung festgehalten werden.

Längeres Ausdauertraining mit leichter bis mittelschwerer Intensität wie Joggen oder Radfahren lässt den Blutzuckerspiegel fallen. Das häufigere Checken des Blutzuckers während des Sports und danach kann helfen, Unterzuckerungen rechtzeitig zu erkennen. Aber Achtung: Glucosesensoren messen unter Bewegung oft ungenau, sie hinken dem echten Blutzuckerwert entweder hinterher oder sie zeigen einen Fehler an, weil sie einen sehr schnellen Blutzuckerabfall nicht verfolgen können. Deshalb sollten Typ-1-Diabetiker bei Ausdauersport immer auch ein Messgerät und Teststreifen für eine blutige Messung bei sich haben.

Intensives anaerobes Training wie Gewichtheben, Kampfsport oder Zirkeltraining setzt vermehrt Katecholamine, Cortisol und Wachstumshormone frei, die wiederum den Blutzucker steigen lassen können. Bei intermittierenden Belastungen wie beim Fußball, Tennis oder Intervalltraining sind sowohl Hypo- als auch Hyperglykämien möglich. Wie man sich mit Typ-1-Diabetes auf den Sport vorbereitet, hängt also nicht nur davon ab, wie der Körper individuell auf Belastung reagiert, sondern auch von der Art des Trainings.

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