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Über- oder Unterfunktion
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Diese Ernährung hilft bei kranker Schilddrüse

Die Schilddrüse bildet Hormone, die viele Vorgänge im Körper steuern. Funktioniert sie einwandfrei, findet sie kaum Beachtung. Störungen jedoch wirken sich auf den gesamten Organismus aus. Um das Organ bei seiner Arbeit zu unterstützen, braucht es die richtigen Mikronährstoffe.
AutorKontaktFranziska Horvat
Datum 06.12.2022  12:00 Uhr

Bei Schilddrüsenerkrankung an den Darm denken

Autoimmunerkrankungen zählen zu den häufigsten Schilddrüsenerkrankungen. Einige Wissenschaftler sind sich einig, dass es derzeit zu einer Häufung der Erkrankungsfälle kommt. Die genauen Ursachen der Erkrankungen sind bisher unbekannt. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer. Neben entsprechenden Erbanlagen scheinen Hormonschwankungen im Leben einer Frau wie Schwangerschaft und Stillzeit oder Wechseljahre Autoimmunerkrankungen zu begünstigen. Hinzu kommen noch die häufige Einnahme der Antibabypille sowie eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren. Diskutiert werden außerdem andere Faktoren wie Viruserkrankungen, psychosozialer Stress, Vitamin D-Mangel, Selenunterversorgung, eine zu hohe Jodzufuhr oder übertriebene Hygiene und Sauberkeit.

Seit einigen Jahren stehen Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis zudem im Verdacht, zu einem großen Teil auf eine schlechte Darmgesundheit zurückzuführen zu sein. Diese Überlegungen sind nicht von der Hand zu weisen, denn mehr als die Hälfte der Immunzellen liegen im Darm. Er kann – zusammen mit den darin lebenden Mikroorganismen – Entzündungsprozesse anfachen und spielt daher eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Autoimmunerkrankungen. Ist die Zusammensetzung der Darmmikrobiota verändert, ist meistens auch die Aufnahme von Nahrungsbestandteilen gestört. Das kann dazu führen, dass Nährstoffe, die für eine normale Schilddrüsenaktivität benötigt werden, dem Körper nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Deshalb ist es wichtig, in Ergänzung zu schulmedizinischen Maßnahmen auch die Darmgesundheit im Blick zu haben, um eine Schilddrüsenerkrankung zu vermeiden beziehungsweise Symptome zu mildern.

Gluten im Visier

Gluten steht im Verdacht, bei Hashimoto-Thyreoiditis die Autoimmunreaktion gegen das Schilddrüsengewebe auszulösen und sich auch im weiteren Verlauf negativ auf die Entzündung auszuwirken. Die These rührt daher, dass Hashimoto-Patienten häufiger zusätzlich unter einer Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) leiden – einer weiteren Autoimmunerkrankung.

Eine Zöliakie, auch eine Autoimmunerkrankung, entwickelt sich im Darm durch das in Dinkel, Gerste, Hafer, Roggen und Weizen enthaltene Getreideeiweiß, das Gluten. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kaum ernstzunehmende Veröffentlichungen, die sich mit dem möglichen Zusammenhang zwischen Gluten und Hashimoto-Thyreoiditis beschäftigt haben. Es existiert derzeit keine generelle Empfehlung, Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis glutenarm oder sogar glutenfrei zu ernähren.

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