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Keine falsche Scham
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Endometriose so früh wie möglich behandeln

Starke Schmerzen im Unterleib und Probleme, schwanger zu werden – eine Endometriose wird oft erst spät erkannt, obwohl sie weit verbreitet ist. Professor Sylvia Mechsner von der Charité Berlin erklärt, wie Betroffenen geholfen werden kann.
AutorBarbara Döring
Datum 20.02.2023  12:00 Uhr

Eingeschränkt fruchtbar durch Endometriose

Wie bei Anna Adamyan kann Endometriose die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Auch deshalb ist eine frühzeitige Behandlung sinnvoll. »Je stärker die Erkrankung ausgeprägt ist, umso eher ist die Fruchtbarkeit eingeschränkt«, erklärt Mechsner. Dafür verantwortlich sind Verklebungen, die sich durch die versprengte Schleimhaut bilden und zum Verschluss der Eileiter oder Störungen der Eileiterbeweglichkeit führen können. Wichtig sei es, bei Endometriose frühzeitig über einen Kinderwunsch zu sprechen. »Für Betroffene kann es sinnvoll sein, früher schwanger zu werden, da ab etwa 35 Jahren die Aussichten schlechter werden«, sagt Mechsner.

Zudem gibt es die Möglichkeit des »Medical Freezings«. Dabei werden Eizellen entnommen und für eine eventuell spätere künstliche Befruchtung eingefroren. In den meisten Fällen erfüllt sich der Kinderwunsch, wenn die Verwachsungen durch die Operation beseitigt wurden. Auch Anna Adamyan konnte inzwischen eine Babyparty feiern. Anfang des Jahres teilte sie ihren Followern mit, dass sie einen Jungen erwartet. Vielleicht konnte sie mit ihrer Geschichte ein wenig dazu beitragen, Endometriose bekannter zu machen, sodass betroffene Frauen offener darüber reden und sich rechtzeitig Hilfe holen. 

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