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6 typische Gefahren beim Baden
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Ertrinken passiert meist lautlos

An warmen Tagen draußen in der Natur schwimmen, das beruhigende Plätschern des Wassers im Ohr – leider nicht immer läuft es so idyllisch und friedlich ab: Jedes Jahr gibt es Badeunfälle. Wo Gefahren lauern und wie man sich schützt.
AutorKontaktdpa
Datum 18.06.2025  08:00 Uhr

Gefahr 5: Kopfsprünge ins Wasser

Kopfüber ins kühle Nass: So fühlt sich für viele der Sommer an. Wer in ein Gewässer springen möchte, sollte das aber nur tun, wenn das auch erlaubt ist – und vor allem: wenn das Wasser tief genug ist. Bei etwas trüben Seen lässt sich das allerdings oft nicht so gut erkennen.

Wer es doch riskiert und zu schnell den Grund erreicht, kommt im besten Fall mit dem Schrecken davon. Im schlimmsten Fall drohen schwere Verletzungen. Durch die Wucht des Aufpralls kann die Halswirbelsäule gestaucht oder verrenkt werden, warnt die Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Schäden am Rückenmark können zu einer Querschnittslähmung führen. Und: Trifft man mit dem Kopf auf, droht Bewusstlosigkeit, die dann zum Ertrinken führen kann, warnt Paatz.

Gefahr 6: Gewitter und Starkregen

In der Ferne grummelt es? Nun ist es an der Zeit, das Gewässer zu verlassen – auch wenn das Gewitter noch entfernt scheint. Denn schlägt ein Blitz in Wasser ein, verteilt sich sein Strom über eine große Fläche, wie der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) warnt. Sogar mehr als 100 Meter vom Einschlagsort können noch Ströme fließen, die bei Schwimmerinnen und Schwimmer einen Schock auslösen können. Dann besteht das Risiko des Ertrinkens.

Auch vom Baden bei starkem Regen rät Andreas Paatz ab. Der Grund: Treffen die Tropfen auf die Wasseroberfläche, bildet sich dort ein Wasser-Luft-Gemisch. Das erschwert die Atmung, kann zum Verschlucken und damit zu gefährlichen Situationen führen.

Ich bin Zeuge oder Zeugin eines Notfalls. Was tun?

Darauf kommt es an:

  • Hilfe holen – falls vorhanden, bei Rettungsschwimmern vor Ort. Ansonsten: Notruf 112 wählen und den Unglücksort möglichst genau beschreiben.
  • Hilfsmittel finden. Womöglich gibt es einen Rettungsring oder eine Rettungsstange in der Nähe.
  • Eigene Rettungsversuche gut abwägen: »Ich würde niemals dazu raten, in den Rhein hinterherzuspringen«, sagt Alexander Paffrath. »Im Endeffekt haben wir dann zwei Menschen, die gerettet werden müssen.« In einem See dagegen kann ein sicherer Schwimmer versuchen, die Person in Not anzuschwimmen und ihr etwa einen Rettungsring zuzuwerfen. Wichtig: vorher Schuhe und störende Kleidung ausziehen. Und: Andere an der Badestelle unbedingt darauf aufmerksam machen, dass ein Rettungsversuch läuft. »So eine Situation im Wasser kann von außen auch schnell anders interpretiert werden, etwa als Spiel im Wasser.«
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