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Kokosmilch, Weizen, Honig & Co.
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FODMAPs als Übeltäter bei Reizdarm und Blähungen

Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden kann es sinnvoll sein, die sogenannten FODMAPs genauer in den Blick zu nehmen. Dahinter verbergen sich bestimmte Kohlenhydrate, die im Darm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall auslösen können – besonders bei Menschen mit Reizdarm. Doch was sind FODMAPs überhaupt und welche Lebensmittel sollte man bei einer Low-FODMAP-Diät möglichst meiden?
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 11.02.2026  16:00 Uhr

Ablauf der Low-FODMAP-Diät

Bei der Low-FODMAP-Diät geht es nicht darum, dauerhaft auf alle FODMAP-haltigen Lebensmittel zu verzichten. Ziel sei es vielmehr, die Darmbeschwerden mit möglichst wenigen Einschränkungen zu lindern, betont die Krankenkasse AOK. Entsprechend gliedert sich die Diät in drei Phasen:

  1. Eliminationsphase
    Über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen werden alle Lebensmittel gemieden, die FODMAP-reich sind. In dieser Zeit wird beobachtet, ob sich die Beschwerden deutlich bessern.
  2. Test- oder Wiedereinführungsphase
    Verbessern sich die Symptome, werden FODMAP-haltige Lebensmittel schrittweise wieder in den Speiseplan aufgenommen. So lässt sich herausfinden, welche Lebensmittel in welchen Mengen gut vertragen werden. Es wird empfohlen, die Reaktionen in einem Symptomtagebuch festzuhalten.
  3. Langzeiternährung
    Sobald die individuelle Toleranzgrenze bekannt ist, wird die Ernährung entsprechend angepasst. Gemieden werden dann nur noch jene Lebensmittel, die die Reizdarmbeschwerden tatsächlich verstärken. Sie können durch FODMAP-ärmere Alternativen ersetzt werden, um den Speiseplan möglichst ausgewogen zu gestalten.

Gut zu wissen: Süßes ist möglich

Zucker an sich zählt nicht zu den FODMAPs. Deshalb sind Süßigkeiten mit einem hohen Kakaoanteil in der Regel FODMAP-arm und oft gut verträglich. Weniger geeignet sind hingegen Softdrinks mit Zuckeraustauschstoffen sowie Süßwaren, die größere Mengen an Lactose oder Fructose enthalten. Diese zählen neben Zuckeralkoholen wie Sorbit, Xylit oder Maltit sowie bestimmte Mehrfachzucker wie Fruktane und Galaktane zu den typsichen FODMAP-Substanzen.

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