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Nicht abwarten
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Fußpilz behandeln

Fußpilz kommt unter Erwachsenen häufig vor, ist jedoch mit Scham besetzt. Die Behandlung zu verzögern, ist keine gute Idee, da die Hautinfektion meist nicht von allein verschwindet und hochansteckend ist. Die Apotheke berät diskret.
AutorKontaktClaudia Timmermann/PTA-Forum
Datum 21.01.2026  16:00 Uhr

Bittet ein Kunde in der Offizin hinter vorgehaltener Hand um ein Antimykotikum, kann PTA oder Apotheker davon ausgehen, dass es ihn große Überwindung gekostet hat. Denn viele Betroffene schämen sich für Fußpilz, noch immer in dem Irrglauben, er habe etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Über die wirklichen Gründe, die einer Mykose Vorschub leisten können, wissen die wenigsten Bescheid. An dieser Stelle sollten PTA oder Apotheker die Gelegenheit nutzen, ihren Kunden sensibel und diskret über die Erreger, Ansteckungsmöglichkeiten und deren Ursachen aufzuklären.

Hornschicht als Ziel

Um zu verstehen, warum Tinea pedis, so nennen Mediziner den Fußpilz, häufig langwierig und mit typischen Symptomen verläuft, sollte man die Erreger genauer unter die Lupe nehmen. Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, lösen circa 98 Prozent aller Fußmykosen aus. Sie nisten sich in der obersten Hautschicht ein und finden hier, was sie zum Leben brauchen: Hornzellen, aus denen sie mithilfe des Enzyms Keratinase Keratin und Kohlenhydrate abbauen.

So gut wie jeder Fußpilz geht mit starkem Juckreiz einher. Bereits einige Tage nach Ansteckung beginnen sich kleinere, weißliche Hautschuppen abzuschilfern, die je nach Infektionsgrad zu größeren Hautfetzen werden können. Darunter kommt rosafarbene, wunde, entzündete und brennend schmerzende Haut zum Vorschein. Häufig bilden sich kleine Bläschen, die nässen und Schmerzen verursachen, sobald sie aufplatzen.

Pilzerreger lieben es feucht und warm

Grundsätzlich fühlen sich Dermatophyten überall dort wohl, wo sie ein feuchtwarmes Milieu vorfinden. Optimale Wachstumsbedingungen bieten also Hautfalten und Zehenzwischenräume, aber auch Füße, die regelmäßig in verschwitzten, nicht ausreichend belüfteten Schuhen stecken.

So sind zum Beispiel Sportler besonders anfällig für Fußpilz-Erkrankungen. Die Bezeichnung »Athletenfuß« kommt daher auch nicht von ungefähr. Neben engen, schweißfeuchten Turnschuhen lauert in Gemeinschaftsduschen und Schwimmbädern, in Umkleidekabinen oder in der Sauna eine besonders hohe Ansteckungsgefahr. Wer hier barfuß läuft, kann sich leicht infizieren. Denn in Hautschuppen können die Sporen der Fadenpilze lange Zeit überleben.

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